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Glanzstücke auf dem Marktplatz

Bei der Vino Miglia machten Milloneneobjekt Station
Bretten ist nicht Autostadt. Ein wenig von solchem Glanz strahlte am Samstag dennoch über der Fußgängerzone und dem Marktplatz. Die Bosch Vino Miglia machte in Bretten Station. Die Fahrer einiger der renommiertesten und gleichzeitig altehrwürdigsten Vertreter des Automobilbaus legten auf der ersten Etappe nach 114 Kilometern ihre Mittagspause ein auf der langen Strecke von Neustadt an der Weinstraße ins Südtiroler Meran.

Die Bosch Vino Miglia machte in Bretten Station

Die Bosch Vino Miglia machte in Bretten Station

Über das Gottesacker Tor erreichten die Schnauferl die Fußgängerzone. Am ehemaligen Goppelsröder passierten sie ein erstes Tor. Ein bisschen eng für den kanariengelbe Chevrolet Impala Convertible von Herbert Dreißigacker aus Edesheim. Nur mit knapper Müh und Not passte das über zwei Meter breite US-Wüstenschiff durch die Engstelle, an der es nicht nur die ersten Kontroll-Stempel gab. Wolfgang Melter, Chef des Brettener BMW-Hauses, reichte Informationen zu jedem einzelnen der rund 50 Autos, beschränkte sich in seiner unprätentiösen Moderation aber auf die schlichtesten Fakten.

Alle Fahrer wurden vom Publikum, das sich hinter den Absperrungen drängte, mit einem freundlichen Applaus begrüßt. Die Fahrer revanchierten sich im Vorbeifahren mit einem obligatorischen Winken. Nicht jeder durfte auf den Markplatz fahren. Das war den ältesten Schnauferln vorbehalten. Die „Jüngeren“ wurden von Achim Kleinhans und seinen 25 Helfern aus der Stadtverwaltung die Schulgasse hinuntergelotst auf den Kirchplatz oder den Parkplatz vor dem Amthof.

Die Bosch Vino Miglia machte in Bretten Station

Die Bosch Vino Miglia machte in Bretten Station

Zum Stehen gekommen waren die Oldtimer von Neugierigen umlagert. Darunter das von Robert Braun gesteuerte älteste Exemplar, ein Chevrolet Six Baujahr 1931. Und dennoch nicht das teuerste Gefährt. Dieser Titel blieb dem Mercedes Benz Special 290er Roadster, Jahrgang 1953, vorbehalten. „Deutlich über eine Million Euro,“ so berichtete ein sichtbar beeindruckter Wolfgang Melter.

Die Bosch Vino Miglia machte in Bretten Station

Die Bosch Vino Miglia machte in Bretten Station

Auf dem Marktplatz wieselten die Oldtimer-Fans um die Objekte ihrer Begierde herum. Einer der Interessiertesten war Thomas Gropp. Mit seinen Kollegen des Fördervereins der Brettener Freiwilligen Feuerwehr durfte einen Spritzen-Oldtimer direkt neben dem alten Rathaus aufstellen. An dem Tag interessierte ihn allerdings nur sein direkter Nachbar, der Roadster Jahrgang 1935. Vor ihm ging er sogar in die Knie, um durch die Lüftungsschlitze zu überprüfen, ob es sich dahinter ein Kompressormotor verbirgt. Das barmte Besitzerin Afra Knauer. Sie öffnete die Motorhaube und auf einmal bildeten sich Knäuel von Neugierigen um den Motorblock. „Allererste Sahne“ schwärmte Thomas Gropp, „da ziehen sogar wir den Hut davor“, sagt er, obwohl er sich mit seinem ein Jahr älteren Fahrzeug nicht zu verstecken braucht.

Afra Knauer in ihrem Mercedes Benz Special 290er Roadster, Jahrgang 1953

Afra Knauer in ihrem Mercedes Benz Special 290er Roadster, Jahrgang 1953

Lang dauerte das Vergnügen nicht, dann ging die Motorhaube wieder runter. Die Münchner Besitzerin wachte mit Argusaugen über ihren Schatz. „Berühren verboten“ gab sie als Parole aus. Für den Fall, dass doch mal eine Hand versehentlich auf dem Heiligen Blechle ruhen sollte, hatte sie extra Putzmittel unter dem Fahrersitz gebunkert.
Thomas Gropp  und Hansi ??? inspizieren bei Bosch Vino Miglia den Mercedes Benz Special 290er Roadster, Jahrgang 1953

Thomas Gropp und Hansi ??? inspizieren bei Bosch Vino Miglia den Mercedes Benz Special 290er Roadster, Jahrgang 1953

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