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Vertrauen in Stahl

Wiederbelebung der Jugendarbeit in Walzbachtal
Seit Oktober letzten Jahres arbeitet Julia Stahl als Jugendsozialarbeiterin in Walzbachtal. Seither hat die 28Jährige schon einiges auf die Füße gestellt. Dem Gemeinderat berichtete sie jetzt über ihre bisherige Arbeit und zukünftige Projekte. Die gelernte Jugend-und Heimerzieherin hat bisher schon drei Jugendtreffs für Jugendliche ab 13 Jahren im Speyerer Hof angeboten. Mit großem Erfolg wie sie berichtete. Insgesamt 30 Jugendliche hätten sich beteiligt

Angespornt von dem Erfolg, startete sie einen Versuch mit einem Teenie-Treff für Kinder unter 13 Jahren. Auch das scheint nach ihren Erfahrungen gut anzukommen. Bei beiden Gelegenheiten erhielten die Teilnehmer außerhalb der eigenen vier Wände im Elternhaus die Möglichkeit, ganz einfach zu „chillen“ wie es heute heißt. Dafür braucht man heutzutage wohl auch ein offenes WLAN, was einer der Wünsche ist, die mit größtem Nachdruck geäußert worden seien. Nach Jöhlingen soll bald auch Wössingen dran sein mit Jugendtreffs im ehemaligen Jugendzentrum im Wössinger Hof, kündigte sie an.

Ihr Programm wird ergänzt durch Ausflüge und mobile Angebote. Beim Ferienspaß werde sie die betreute Woche übernehmen, unterrichtete sie den Gemeinderat. In enger Kooperation mit den 14 zertifizierten Vereinen kümmere sie sich um Jugendschutz und Prävention im Rahmen der Aktion des Landkreises „Wegschauen ist keine Lösung“. Als Streetworkerin will sie aufsuchende Sozialarbeit machen.

Das größte anstehende Projekte werde jedoch ein Jugendforum sein. „Wir wollen mindestens zwanzig Jugendliche erreichen“, gab sie eine optimistische Vorlage. Im Idealfall sollen aus dem Jugendforum Projektgruppen entstehen, die weiterarbeiten und ihre Ergebnisse präsentieren. Langfristige, konstante Beteiligung sei erwünscht. Unterstützung in der Moderation werde sie von der Geschäftsführerin des Kreisjugendrings Claudia Kühn-Fluhrer erhalten.

Um den Jugendlichen dort möglichst große Entfaltungsmöglichkeiten zu geben, bat Karl-Heinz Burgey darum, die Teilnahme des Gemeinderats auf einen Vertreter je Fraktion zu beschränken. Einzelne Gemeinderäte könnten dann später durchaus Arbeitsgruppen als „Paten“ begleiten, ergänzte Julia Stahl, die ihre Arbeit in Walzbachtal als eine „spannende Herausforderung“ charakterisierte, die ihr viel Spaß bereite.

Von ihrem Engagement wurden auch die Gemeinderäte mitgerissen. Mit einem tollen Start habe sie ein wahres Feuerwerk abgebrannt, unterstützte Jutta Belstler (CDU) die positive Einschätzung des Bürgermeisters. Ihre Arbeit habe schon etliche Ergebnisse gezeitigt. Sie könne der Unterstützung aller Gemeinderäte sicher sein, betonte Belstler. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Paul attestierte der Sozialarbeiterin, dass sie ein viel besseres Gespür für Notwendigkeiten in der Jugendarbeit habe als die Gemeinderäte. Silke Meyer (SPD) sah mit Stahl ebenfalls eine gute Wahl getroffen und freute sich darüber, dass die Straßenarbeit einer ihrer Schwerpunkte sei. Unterstützung signalisierten auch Michael Futterer als Vertreter der Grünen und Werner Schön (Glück auf“) als Vertreter der FDP. Karl-Heinz Burgey wies vorsorglich darauf hin, dass die Jugensozialarbeit der Gemeinde „in keinerlei Konkurrenz zu den Vereinen stehen wird“.

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