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Verschuldung wächst

Bürgermeister brachte Walzbachtaler Haushalt ein
Den Haushalt 2019 hat der Walzbachtaler Bürgermeister in den Gemeinderat eingebracht. Auf das Jahr 2019 blicke er optimistisch, meinte Karl-Heinz Burgey gleich zu Beginn. Das habe seine Basis auf einem erfolgreichen 2018. Steueranteile und Zuweisungen seien um rund 100.00 Euro höher als erwartet ausgefallen. Insgesamt habe der Finanzhaushalt um 780.000 Euro besser abgeschlossen als geplant. Die Gemeinde sei im Laufe des Jahres jederzeit liquide gewesen. Im Kernhaushalt könne man zum 2019er Start liquide Mittel in Höhe von 1,629 Millionen Euro übernehmen und damit 340.000 Euro mehr als noch im Haushaltsplan angenommen. Positiv vermerkte Burgey den Anstieg der Einwohnerzahl auf 9803, wenn auch eine sehr hohe Fluktuation den Wachstum bremse.
Der Bürgermeister wertete den Wachstum als Ergebnis auch der erfolgreichen Bemühungen im Bereich der Kinderbetreuung. Die koste allerdings viel. Neben dem finanziellen Zuschuss der Gemeinde an die katholische Pfarrgemeinde Jöhlingen für den Ausbau des Kindergartens Sankt Elisabeth in Höhe von 1,243 Millionen Euro nannte er Aufwendungen für den Betrieb der kommunalen und kirchlichen Kindergärten in Höhe von 5,276 Millionen Euro. Nach dem Abzug von Zuschüssen verbleiben für die Gemeinde immerhin Nettoaufwendungen von 2,462 Millionen Euro, die ergänzt werden durch Belastungen im Gebäudebereich in Höhe von 1,165 Millionen Euro.
Herzstück im sozialen Bereich wird 2019 allerdings der Neubau des „Seniorenzentrums Kirchberg“ sein, das weitere Plätze in der stationären Pflege bringen wird. Das Projekt wird mit dem Erstellen der Zufahrtsstraße im Frühjahr beginnen. Es wird nicht im Haushalt dargestellt. Es wird über ein sogenanntes „Außenkonto“ abgewickelt. Zu diesem Bereich zählt ebenfalls das „Haus der Gesundheit“ in der Jöhlinger Straße. Der erste Bauabschnitt wird im Februar 2019 fertiggestellt sein.
Wenn auch die Planung für die Jöhlinger Ortsumgehung der B 293 nicht zum Aufgabengebiet der Gemeindeverwaltung zählt, freute sich Burgey über die Aussicht, dass nach Jahrzehnten des Wartens endlich eine Chance auf deren Realisierung bestehe. Er wies auf die öffentliche Informationsveranstaltung am 31. Januar (18 Uhr) hin. Das Regierungspräsidium werde in der Wössinger Böhnlichhalle die bisherige Entwurfsplanung vorstellen.
Während sich dieses Projekt im Haushalt der Gemeinde nicht bemerkbar macht, stellt der Ausbau der sicheren Wasserversorgung einen gewaltigen Investitions-Brocken dar. Die Herstellung einer Verbindungsleitung zwischen den Ortsnetzen von Wössingen und Jöhlingen wird mit 760.000 Euro zu Buche schlagen. Ähnlich hoch ist die Summe für den Aufbau eines neuen Bürgerzentrums in Jöhlingen. Die Gemeinde hat Teileigentum in einem ehemaligen Ladengeschäft in der Jöhlinger Straße erworben und wird dort Bürgerbüro, Räumlichkeiten für Sozialarbeiter und die Bücherei unterbringen. Bau und Einrichtung stehen mit 750.000 Euro im Investitionsplan.
Obwohl die Aufwendungen im Ergebnishaushalt „in allen Bereichen auf das absolute Minimum reduziert worden“ seien, wie der Bürgermeister formuliert, steigt der Schuldenstand von 12,8 Millionen Euro (2018) auf 15,6 Millionen Euro (2019) und damit die Pro-Kopf-Verschuldung auf 1.624 Euro.

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Kommentare (3)

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    Überraschter Bürger

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    Als Antwort auf: Verschuldung wächst
    Wenn doch alles so gut im Haushalt durch den Bürgermeister dargestellt wird und Mehreinnahemn 2018 einbrachten dann frage ich mich!
    Warum einer Erhöhung der Schulden um sage und schreibe 2,8 Millionen (in Prozent 21%). Das heist fast ein viertel „MEHR“. Wie soll dann in der Planung der weiteren Jahre abgebaut werden? Gibt es hier auch schon Planungen?

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      Raimund Würtz

      |

      Als Antwort auf: Verschuldung wächst Als Antwort auf: Überraschter Bürger
      Die erste Million ist immer die schwerste. Und dann geht es hurtig weiter, egal mit welchem Vorzeichen. Da die erste schon lange her ist und alles am Erfolg gemessen wird, gilt: Summe stimmt, Ziel erreicht!

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    wessinga

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    Als Antwort auf: Verschuldung wächst
    Wer hätts gedacht ? So ein Prestigerathaus aus der Portokasse klappt wohl nicht so ganz, aber man gönnt sich ja sonst nichts.

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