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Verbindungsweg sperren?

Sven Thumm streitet für Verkehrsberuhigung
Die Thumms sind eine streitbares Bauernvölkchen. Schon der Großvater stritt sich vor Gericht mit dem damaligen und jetzt gerade in die Walzbachtaler Ahnengalerie aufgenommenen Bürgermeister Siegbert Heckmann. Streitgegenstand unter anderem: Die Hecke am Verbindungsweg zwischen Jöhlingen und Binsheim. Enkel Sven setzt diese Tradition fort. Und wieder ist es der gleiche Verbindungsweg, wenn auch eine ganz andere Problematik. Der direkt vor seinem Bauernhof vorbeiführende Weg sei in einem desolaten Zustand, führte er am 11. Juni In der Fragestunde im Gemeinderat Klage. Der Weg sei auch deshalb in diesem Zustand, weil er ständig und illegal von Schwer-LKWs befahren werde. Er forderte den Bürgermeister dazu auf, die Straße zumindest für diese LKWs zu sperren.

Nach vier Wochen wartet er noch vergeblich darauf, dass Karl-Heinz Burgey sein Versprechen einlöst, „dass in den nächsten Tagen ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung vorbeikommt“ und die Situation begutachtet. In der Zwischenzeit habe der Verkehr nach der Sperrung der Jöhlinger Straße in Weingarten um ein Vielfaches zugenommen, weil die Autofahrer diesen Weg als Ausweichstrecke nutzen, berichtet Sven Thumm. Er ist stinksauer. Jetzt will er wohl von seinen Möglichkeiten als Bauer Gebrauch machen, auf die er schon während der Gemeinderatssitzung hingewiesen hatte. Während der Zeit der Ernte werde halt mal schon für längere Zeit ein großer Traktor mitten auf dem Weg stehen, an dem keiner vorbeikommt.

Das betrachtet er allerdings nicht als Dauerlösung. In der Tradition seines Großvaters scheut auch er vor gerichtlichen Schritten nicht zurück. Wenn die Gemeinde den Weg für die LKWs nicht sperre, dann werde er anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen und auch vor dem Weg vor das Verwaltungsgericht nicht zurückschrecken, kündigt der streitbare Enkel an.

Der Bürgermeister räumte auf Nachfrage ein, dass ein Ortstermin vorgesehen gewesen sei, bisher aber nicht stattgefunden habe. Das zuständige Ordnungsamt der Gemeinde sei in den letzten Wochen personell unter- beziehungsweise nicht besetzt. Er könne durchaus nachvollziehen, dass der zusätzliche Verkehr für Landwirte und Bewohner von Martinshof und Binsheim eine ungewollte Belastung darstellt. Er sehe andererseits aber auch „ die erheblichen Erschwernisse und den Zeitaufwand der für Walzbachtaler Bürger, wenn sie die weiträumige Umleitung nutzen wollten.“

Für die Grombacher Straße und Binsheim seien aus Sicht der Gemeinde Walzbachtal keine Verkehrsbeschränkungen geplant. Sie werde keinerlei Nutzungseinschränkungen bei der Straßenverkehrsbehörde beantragen, schließlich handele es sich um öffentliche Straßen. Er habe gegenüber der Gemeinde Weingarten darauf gedrängt, dass für die Ortskundigen auf Gemarkung Weingarten liegende entsprechende Umleitungsstrecken offiziell ausgewiesen werden. Leider seien Weingarten und die Straßenverkehrsbehörde dieser Forderung bisher nicht nachgekommen. „Wir werden weitere Gespräche mit Weingarten und dem Landratsamt suchen, um hier doch noch Erleichterungen durch die zulässige Nutzung vorhandener Wirtschaftswege zu erreichen“, versichert Karl-Heinz Burgey.

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Kommentare (4)

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    Anonymous

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    Ich verstehe Herrn Thumm sehr gut! Ich laufe dreimal die Woche früh morgens am Hasensprung und bin gottfroh, dass ich noch nicht angefahren wurde… wenn selbst Autofahrer “ das Spinnen anfangen“ und mit gefühlten 80 km/h dort entlang brettern, gottseidank ist seit gestern dort gemäht am Seitenstreifen, ich kann ausweichen, möchte ich nicht wissen, wie sich das am Martinshof verhält….

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    Madro

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    Ich arbeite in Stutensee. Durch Berghausen darf ich mit meinem Auto nicht, weil dort Umweltzone ist (nur grüne Plakette). Über Sallenbusch darf ich auch nicht, wenn jetzt auch noch der Weg über Binsheim durch einen Traktor gesperrt wird, wie angedroht, ja wie soll ich denn dann noch zur Arbeit kommen?

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    Jöhlinger

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    Völlig verständlich.Was für mich nicht verständlich ist, daß das Problem schon seit Generationen besteht und bisher keine vernünftige Lösung für alle gefunden wurde, gerade jetzt mit der Sperrung von Weingarten, wäre dies zeitnah erforderlich.

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