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Verbindendes Sitzen

Seniorenbeirat Walzbachtal will Mitfahrbänke einrichten

Es war geradezu eine Lobeshymne, die sich über dem Walzbachtaler Seniorenbeirat ergoss, nachdem Wolfgang Eberle im Gemeinderat den Tätigkeitsbericht für das Jahr 2018 abgegeben hatte. Ob nun der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Paul („super aufbereitet“), die SPD-Fraktionsvorsitzende Silke Meyer („sehr rührig und engagiert“),

die Fraktionsvorsitzende der Grünen Andrea Zipf („Wir sind begeistert“) oder der Bürgermeister („Es ist beeindruckend, mit welcher Themenvielfalt hier gearbeitet wurde“)  – allesamt würdigten fast überschwänglich dessen Arbeit.

Eberle hatte zunächst auf eine Umfrage des Seniorenbeirats hingewiesen. Eines der Ergebnisse: Sehr viele Senioren beklagen fehlende Einkaufsmöglichkeiten in beiden Ortsteilen. In Wössingen habe sich das mit der Eröffnung des REWE gebessert. Die Supermärkte lägen allerdings durchweg in der Ortsrandlage und seien damit schwer erreichbar für Senioren und in der Mobilität Eingeschränkte, die zu Fuß dorthin müssten. Dem Problem könne man mit der Einrichtung sogenannter „Mitfahrbänke“ beikommen, so die Schlussfolgerung aus dieser Analyse. In Eggenstein – Vorreiter bei diesen „Mitfahrbänken“ – habe man einen entsprechenden Versuch besichtigt und sich vom dortigen Seniorenbeirat informieren lassen.

Anders als dort werde man versuchen, die Gemeinde nicht finanziell zu belasten. Die Finanzierung der zunächst vorgeschlagenen sechs, je 500 Euro kostenden „Mitfahrbänke“ könne über Sponsoring gelingen, zeigte sich Eberle nach ersten Gesprächen mit Walzbachtaler Geschäftsleuten optimistisch. Einzig der Bauhof solle für die Installation der Bänke und der Hinweisschilder sorgen. Als Standorte sind in Jöhlingen Penny, Apotheke  und Netto vorgeschlagen, in Wössingen bei REWE, an der Bushaltestalle bei Dolce Vita und Rathaus. Das kostenlose Angebot verbinde die Ortsteile, könne das Leben lebendiger machen, weil es zu Gespräche führe und das „Wir“ im Dorf wieder stärken.

Unterstütz wurde Eberle von der Sozialarbeiterin Beate Platz, die einige weitere Projekte vorstellte. Der Mitte 2018 neue besetzte Seniorenbeirat habe sich um die Zertifizierung der Dienstleister für den seniorenfreundlichen Service gekümmert,  habe Informationsveranstaltungen zu Sicherheit im Alltag, Ernährung, Bewegung im Alter, Bedienung der Fahrkartenautomaten organisiert und arbeite an einer Seniorenbroschüre, die im Frühjahr 2020 erscheinen soll. Sie wies außerdem auf die am heutigen Mittwoch stattfindende Veranstaltung über Wohnberatung im Bürgertreff hin.,

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Kommentare (4)

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    Tobias Schreiber

    |

    Als Antwort auf: Verbindendes Sitzen
    Ja – sehr lobenswert – definitiv! Dass man vorsieht die anfallenden Kosten über Sponsoren abzudecken – komplett nachvollziehbar. Für sozial engagierte Unternehmen sicherlich kein Problem. Wenn allerdings, lediglich einen Tagesordnungspunkt später, 8 Gemeinderäte gegen die Weiterentwicklung unserer örtlichen Gewerbeflächen stimmen oder zumindest stark verzögern, so stell ich mir die Frage ob wir Gewerbetreibenden nur zum bezahlen da sind und zudem gezwungen werden abzuwandern sobald wir mehr Gewerbefläche benötigen? Ich habe an dieser Stelle mehr Unterstützung im Sinne aller Gewerbetreibenden erwartet.
    PS.: Herzlichen Dank an die CDU-Fraktion zum Antrag, sowie der geschlossenen Stimmabgabe.

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    wessinga

    |

    Als Antwort auf: Verbindendes Sitzen
    Typisch. Die horrende Kostenexplosion beim bau des neuen Verwaltungspalastes wurde durchgezogen wie eine Prise Schnupftabak. Bei ein paar Sitzbänken für die Bürger kommt das mimimi. Lächerlich.

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    Waidelich Arnd

    |

    Als Antwort auf: Verbindendes Sitzen und: Wessinga
    Also, ich würde sehr empfehlen, einen Artikel aufmerksam zu lesen, ehe man einen Kommentar abgibt. Niemand hat den Seniorenbeirat aufgefordert, Geld einzusparen. Es gab kein „mimimi“ und wer die Kostenexplosionen bei anderen Objekten in der Umgebung mit der Kostensteigerung beim Walzbachtaler Rathaus vergleicht, der wird eine maßvolle Kostenüberschreitung feststellen.

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