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Unternehmer testen Kandidaten

Gruppe um PREFAG-Chef Umhang organisiert Podiumsdiskussion zur Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl

Um das organisierte Gewerbe steht es in Walzbachtal nicht gut. Die nach den Konflikten um das Wössinger Frühlingsfest im Jahr 2012 gegründete „Interessengemeinschaft Gewerbe Walzbachtal“ löste sich schon nach wenigen Jahren auf und riss den Gewerbeverein, der gerade sein 50. Jubiläum gefeiert hatte, mit in den Abgrund.

Er steht nur noch auf dem Papier. Schon seit Jahren ist von ihm nichts mehr zu hören oder zu lesen. Umgekehrt proportional zu diesem Niedergang stieg in den letzten zwölf Monaten die Anzahl der in der Gemeinde gemeldeten Gewerbebetriebe. Nach Angaben von Pressesprecher Florian Apelt sind in der Datenbank der Gemeindeverwaltung 968 Walzbachtaler Gewerbebetriebe gelistet. Sie haben keine Interessenvertretung, kein Sprachrohr mehr.

Das könnte sich bald ändern. Rund um die anstehende Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl rührt sich in der Unternehmerschaft etwas. PREFAG-Chef Jürgen Umhang hat die Initiative ergriffen. Er lud eine ausgewählte Gruppe von Unternehmern aus dem produzierenden Bereich zu einem Treffen am 10. April in die Räume des größten Walzbachtaler Arbeitgebers ein. „Die Walzbachtaler Unternehmerschaft habe sich kennenlernen und sich über bestehende Herausforderungen austauschen wollen,“ so formulierte anschließend Umhang in seinem Resümee. An diesem Abend sei schnell klar geworden, dass die Themen, die die Unternehmerschaft in Walzbachtal bewegen, durchaus ähnlich gelagert seien. Man wolle gemeinsam als Sprachrohr auftreten.

Die erste Aktivität dieser Runde gilt der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl. Die Wahlen sollen in einer gemeinsamen Podiumsdiskussion aufgegriffen werden. Nur wenige Tage später folgte eine Einladung an alle Unternehmen des produzierenden Sektors in Walzbachtal. Neben Jürgen Umhang war die Einladung unterzeichnet von Christoph Trumpf (Trumpf Metallbau GmbH), Rüdiger Neller (Visucom GmbH), Jörg Heimburg, (Opterra Wössingen GmbH), Mario Schlor (Schlor Präzisionsdrehteile), Klaus Peterlik (multi-media systeme), Jan Hofman (lndutherm Erwärmungsanlagen GmbH), Thorsten Rühle (Rühle & Co. Maschinenbau GmbH), Mark Liese (Magic Sky Veranstaltungstechnik), Peter Ehmer (IBS lndustriebau Service GmbH) und Olaf Hamjediers (HAM KA Kabelkonfektion).

Die Runde will als erstes am 16. Mai den Bürgermeisterkandidaten und den Fraktionsvorsitzenden auf den Zahn fühlen. Sie hat einen umfangreichen Fragenkatalog entwickelt, den die Kandidaten bei einer Podiumsdiskussion abarbeiten sollen. Dabei soll es vor allem um die Zukunftsfähigkeit und die Attraktivität der Gemeinde Walzbachtal gehen. Die Versorgung mit gutem und schnellem lnternet und Mobilfunk sei über die Gemeinde hinweg betrachtet sehr unterschiedlichn bis hin zum „digitalen Niemandsland“. Vorhandene öffentliche Verkehrsmittel seien oftmals entscheidend für potentielle Mitarbeiter wie auch die gute Versorgung vor Ort und bezahlbarer Wohnraum. Die ausgewiesenen Gewerbegebiete seien ausgereizt. Flächen für zukünftige Erweiterungsmöglichkeiten für Gewerbebetriebe fehlen, heißt es in dem Fragekatalog gefolgt von der Bitte, die Rezepte zu benennen mit denen gegengesteuert werden kann.

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Kommentare (2)

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    Thomas

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    Als Antwort auf: Unternehmer testen Kandidaten
    Die Behauptung: „Um das organisierte Gewerbe steht es in Walzbachtal nicht gut. Die nach den Konflikten um das Wössinger Frühlingsfest im Jahr 2012 gegründete „Interessengemeinschaft Gewerbe Walzbachtal“ löste sich schon nach wenigen Jahren auf und riss den Gewerbeverein, der gerade sein 50. Jubiläum gefeiert hatte, mit in den Abgrund.“ ist schlichtweg falsch. Der Schreiber von diesem Absatz sollte sich mal mit den damaligen Vorständen unterhalten. Es war schlichtweg das Desinteresse der Mitglieder etwas zu tun. Der Gewerbeverein hat schon lange vorher kein Interesse gezeigt etwas zu tun. Auch eine Zusammenarbeit mit der IGGW wurde seitens des Gewerbevereins nicht gefördert. Bis heute ist nicht mal ein Vorstand ernannt geschweige gewählt. Selbst die Gemeindeverwaltung besitzt keine Informationen über die Verantwortlichen des „Geister“-Gewerbeverein.
    Wenn der Schreiber mal die Homepage von dem Gewerbeverein angeschaut hätte, hätte er feststellen müssen, dass schon seit 2012 nichts mehr passiert ist. Und es wird kein Vorstand angegeben. Die Vorsitzende Olga Lindörfer ist schon seit Jahren (mind.. 6) aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr dabei.
    Also, erst informieren und zwar richtig, dann schreiben.

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      Waidelich Arnd

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      Also ich sag mal: Erst lesen und zwar richtig, dann Kommentar schreiben. Schon im zweiten Absatz heißt es: „Er (der Gewerbeverein) steht nur noch auf dem Papier. Schon seit Jahren ist von ihm nichts mehr zu hören oder zu lesen.“!!!

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