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Überraschung im Schlossgarten

Baugrund ist kontaminiert
Eine unangenehme Überraschung hatte Architekt Günter Meerwarth für die Oberdinger Gemeinderäte parat. Die Überraschung liegt im Baugrund der neuen Flehinger Schlossgartenhalle. Beim Ausheben der Baugrube für einen großflächigen Bodenaustausch sei der Bagger auf Straßenabraum gestoßen, von dem niemand etwas wusste. Er sei nicht im Altlastenkataster des Landkreises verzeichnet gewesen und auch von einem Gutachter nicht entdeckt worden, der mit der Untersuchung des Baugrunds beauftragt worden war. Das vorgefundene Material sei kontaminiert und könne nicht auf einer normalen Deponie gelagert werden. Die Entsorgung der 2000 Kubikmeter oder 4000 Tonnen würde damit kostenmäßig völlig aus dem Ruder laufen.

Er müsse deshalb „zurückrudern“, meinte der Architekt, und schlage dem Gemeinderat vor, zu der ursprünglich vorgesehenen Pfahlgründung zurückzukehren, die aus Kostengründen verworfen worden war. Die sogenannten duktilen Verdrängungspfähle würden den ersten Kostenvoranschlag um 3000 Euro überschreiten. Man bleibe damit allerdings noch in der ausgearbeiteten Kostenberechnung von 4,2 Millionen Euro. Auch am Zeitplan ändere sich nichts. Er gehe nach wie davon aus von der Bezugsfertigkeit im Frühjahr 2019 aus.

Der Flehinger Ortsvorsteher Klaus Hilpp hakte nach, ob der Gutachter aufgrund des falschen Gutachtens nicht in Regress genommen werden könne. So weit wollte Thomas Nowitzki nicht gehen, war allerdings auch der Meinung, dass „das Gutachten schon etwas erstaunlich ist“.

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