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Tipps der Polizei

Beim Seniorenbeirat und dem Frauenkreis der Wössinger Kirchengemeinde
„Ist Wössingen ein Pflaster, auf dem man Angst haben muss?“ Diese Frage stellte Remigius Kraus bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Walzbachtaler Seniorenbeirats und des Frauenkreises der evangelischen Kirchengemeinde Wössingen an den Anfang seines Vortrags. Sein Dementi folgte auf dem Fuß. Wichtig sei ihm, dass die rund 35 Besucher nicht mit Ängsten nach Hause gehen, meinte der Mitarbeiter des Referats Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe.

Beispielhaft nannte er dazu Informationen über Handtaschenraubversuche in Karlsruhe. Die Schätzungen der Senioren gingen in die tausende. Tatsächlich aber werden jährlich „nur“ rund 15 bis 20 solcher Versuche unternommen. Das interpretierte er als eklatantes Auseinanderklaffen von gefühlter und tatsächlicher Bedrohung. Entstanden sei es dadurch, dass mehr darüber gelesen werde als der Realität entspricht.

Verniedlichen wollte Kraus die vielfältigen Gefahren allerdings nicht, denen Senioren ausgesetzt sind. Dazu gibt es viel zu viele Varianten, mit denen Betrüger die ältere Generation übers Ohr zu hauen versuchen oder im Extremfall gar auszurauben. Das untermauerte er mit einer schier endlos erscheinenden Liste von Beispielen unter dem Motto „Tricks und Betrügereien an der Haustüre und unterwegs“.

So gab Kraus denn auch zu Beginn wichtige Tipps für das Verhalten an der Haustür. „„Wer an Ihrer Tür klingelt, bleibt erst einmal draußen. Auf keinen Fall die Haustür aufmachen“, lautete sein erster Tipp. Durch die Gegensprechanlage, den Türspion oder das Fenster solle man sich vergewissern, wer rein möchte. Hat man sich doch irgendwie dazu überreden lassen, sollte man bei Belästigungen zunächst versuchen, den Eindringling mit lautem Schreien in die Flucht zu schlagen. Denn nichts sei Betrügern unangenehmer als die Aufmerksamkeit von anderen Personen oder der Öffentlichkeit.

Sehr beliebt sei auch der sogenannte „Zwei-Euro-Trick“. Wenn man auf der Straße gefragt werde, ob man nicht zwei Euro wechseln könne, solle man sich besser in Acht nehmen. „Führen Sie immer ein bisschen Kleingeld in Ihre Jackentasche mit sich“, riet Kraus, “so lässt sich einfach Geld wechseln, einem obdachlosen Menschen etwas in den Hut werfen, eine Brezel kaufen, ohne das Portemonnaie zücken zu müssen.“

Und siehe da, nicht nur an dieser Stelle gab es die Reaktion aus dem Publikum: „Das ist mir auch schon passiert!“ Umso wertvoller wurden die Informationen empfunden, die Kraus für solche Situationen gab. Über eine gute Stunde füllte er mit Beispielen, Verhaltenstipps und Hinweisen, so dass künftig zumindest bei diesem Zuhörerkreis kein leichtes Spiel haben werden.



Tipps der Polizei:

Tragen Sie Geld, Papiere und Wertsachen verteilt auf die verschlossenen Innentaschen Ihrer Kleidung oder in einer Gürtelinnentasche dicht am Körper.

Nutzen Sie insbesondere Rucksäcke möglichst nicht für den Transport Ihrer Wertsachen. • Führen Sie nur so viel Bargeld mit sich, wie Sie für Ihre Einkäufe unbedingt benötigen; überlegen Sie, ob Sie auf Ihre Bankkarten nicht kurzfristig verzichten können.

Bewahren Sie Ihre EC-Karte niemals zusammen mit dem PIN-Code auf.

Lassen Sie beim Ablegen der Jacke an einer Garderobe oder über einem Stuhl keine Wertsachen in den Taschen.

Legen Sie Taschen / Rucksäcke nie unbeaufsichtigt im Einkaufswagen oder im Restaurant unter dem Tisch bzw. auf dem Stuhl ab.

Seien Sie misstrauisch, wenn Sie angerempelt werden, Ihre Kleidung beschmutzt wird oder Sie allzu hilfsbereiten Mitmenschen begegnen

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