Header

Super EGO

Oberderdinger Familienunternehmen international im Steilflug / Bekenntnis zum Standort
Es wäre untertrieben zu sagen, dem Oberderdinger Familienunternehmen Blanc&Fischer geht es gut. Es geht ihm super. Nicht anders sind die Zahlen zu interpretieren, die Johannes Haupt als Vorsitzender der Geschäftsführung bei der Jahrespressekonferenz unter der Überschrift präsentierte: „2016 war erneut das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte“. Man sei wegen der Liquidität völlig unabhängig von Banken. „Wir sind schuldenfrei“, sagte Haupt. Das sei das Ergebnis eines nunmehr schon acht Jahre andauernden Wachstumsprozesses. Er setzt sich unvermindert fort. Beispielhaft nannte Haupt das erste Quartal 2017, dessen ohnehin ehrgeizige Planung so deutlich übertroffen worden sei, dass EGO mittlerweile Kapazitätsprobleme habe.

Dr. Johannes Haupt         Vorsitzender der Geschäftsführung der E.G.O.-Gruppe und          der BLANC & FISCHER Familienholding Dr. Karlheinz Hörsting        Geschäftsführer Technik und Produktion der E.G.O.-Gruppe          und der BLANC & FISCHER Familienholding Martin Wagner         Vice President Innovation / Forschung & Entwicklung der E.G.O.-Gruppe   und Pressesprecherin Sabine Metz

Eine stolze Bilanz des innovativen Familienunternehmens legten Dr. Johannes Haupt (Vorsitzender der Geschäftsführung), Karlheinz Hörsting (Geschäftsführer Technik und Produktion), Martin Wagner (Innovation / Forschung) und Pressesprecherin Sabine Metz vor.

Nachdem die Firmengruppe 2014 erstmals die Milliardengrenze übersprungen hatte, nähere sich der Umsatz kontinuierlich der 1,25 Milliarden-Euro-Marke. Innerhalb von vier Geschäftsjahren sei eine Umsatzsteigerung von rund 19 Prozent erzielt worden. Davon entfallen auf EGO selbst 606 Millionen Euro. In 2017 rechne man mit einer weiteren Steigerung von rund vier Prozent auf 631 Millionen Euro.

Während der europäische Markt mit seinem hohen Sättigungsgrad weitgehend stagniere, weise der asiatische Sektor mit 19,5 Prozent rasante Entwicklungssprünge auf. Wesentlicher Träger dieses robusten Wachstums seien Südkorea mit 26 Prozent und Thailand, in dem man von einem allerdings niedrigen Niveau aus ein Plus von 160 Prozent habe erzielen können. Dennoch werde mit 71 Prozent der größte Umsatz immer noch in Europa gemacht.

Diese Zahlen werden von weltweit 5795 Mitarbeitern erwirtschaftet. Genau in diesen Bereich fällt einer von zwei Schatten auf die positive Bilanz. Im Werk Oberderdingen musste in erheblichem Ausmaß Personalabbau betrieben werden. Dieser Prozess sei jetzt allerdings erfolgreich und ohne betriebsbedingte Kündigungen abgeschlossen. Die Belegschaft habe mit einem Standortsicherungsvertrag eine Beschäftigungsgarantie bis zum Jahr 2020, versicherte der Geschäftsführer Technik und Produktion Karlheinz Hörsting.

Zum anderen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Johannes Haupt zeigt sich jedoch auch hier zuversichtlich. Der Verdacht werde sich zerstreuen, „weil wir in den vergangen Jahren nichts anders gemacht haben als früher“. Überdies, so sein letzter Informationsstand, ruhen die Ermittlungen bis mindestens Anfang 2018.

Die rasante Entwicklung ist im gegenwärtigen Gebäudebestand nicht abzufangen. Bis Mitte 2018 werden 160 Mitarbeiter aus dem Verwaltungsbereich in einen Neubau an der Bachstraße einziehen können. Eine Investition im deutlich zweistelligen Bereich soll nach dem Abriss der Gebäude bei der Pforte 21 ein deutliches Signal dafür setzten, dass „Oberderdingen unser Standort ist und es auch bleiben wird“. Dort soll ein Gebäude „mit einer sehr klaren Formensprache“ dafür sorgen, „dass Oberderdingen eine wesentliche Aufwertung des Stadtbildes erfahren wird.“

Entwarnung gaben sowohl Haupt als auch Hörsting für zwei Krisengebiete, in denen das Familienunternehmen aktiv ist. Zwar sei man „wegen der neuen Administration in den USA“, wie Haupt die Trump-Regierung nannte, „etwas besorgt. Aber wir warten gelassen ab. Wir werden unsere Entscheidungen nicht davon abhängig machen, welche Regierung dort am Ruder ist.“ Karlheinz Hörsting schätzte trotz der unruhigen Lage in der Türkei die Zukunft des Werkes in Ergene durchaus auch deshalb optimistisch ein, weil die Binnennachfrage in der Türkei anziehe.

Trackback von deiner Website.

Kommentieren

Home Footer Links