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Speerspitze

Dominic Dorsch bundesbester Auszubildender
Der Fachkräftemangel wird in vielen Industriezweigen beklagt. Da überrascht eine Meldung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Karlsruhe. Von den insgesamt 113 landesbesten Auszubildenden in Baden-Württemberg kommen neun aus der Region. Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag hat sie unter dem Motto „Baden-Württembergs next Top-Fachkräfte“ in Konstanz ausgezeichnet. Damit nicht genug befinden sich unter den neun Landesbesten mit Dominic Dorsch, Alexander Helck, Andreas Vollmer und Christian Wegmann gleichzeitig vier bundesbeste Auszubildende. Sie sind die notenbesten Prüflinge in ihren jeweiligen Ausbildungsberufen unter allen Auszubildenden in Deutschland.

Einer der vier ist Dominic Dorsch. Der 26-Jährige hat im Wössinger Zementwerk eine Ausbildung absolviert als Verfahrensmechaniker in der Steine- und Erdenindustrie mit der Fachrichtung Baustoffe. Mit einem Notendurchschnitt von 1,2 und 97 von 100 Punkten hat er eine wahrhaft meisterliche Prüfung abgelegt. Er hat sich durchaus das Etikett verdient, mit dem IHK-Präsident Grenke die Prüflinge auszeichnete: Als Speerspitze aller Absolventen des dualen Ausbildungssystems seien sie die Top-Fachkräfte für Baden-Württembergs Zukunft. Damit hat sich Dominic Dorsch die Reise nach Berlin verdient, wo er die Auszeichnung im Rahmen der Nationalen Bestenehrung am 3. Dezember durch den Deutschen Industrie- und Handelskammertag entgegen nehmen kann. Begleitet wird er von Opterra-Personalchefin Sibylle Nowatius.

Die Werksleitung ist natürlich mächtig stolz auf den Erfolg ihres Auszubildenden. „So etwas hat es bei uns noch nie gegeben“, meinte ein Werkssprecher im Gespräch mit dieser Zeitung und ergänzt: „Wir werden ihn auf seinem weiteren beruflichen Werdegang unterstützen.“ Dabei ist er schon auf dem Sessel des Leitstandes angekommen, eine der zentralen und wichtigsten Positionen im Zementwerk. Die verkürzte Ausbildung hat ihn neben Blockpraktika in der Berufsschule im bayrischen Wiesau als “Mädchen für alles“ in alle Abteilungen des Zementwerks geführt: Schlosserei, IT, Steinbruch selbstverständlich, elektrische Instandhaltung, Qualitätsmanagement und Umwelt.

Einen Festvertrag als Leitstandfahrer hat er in der Tasche und will „mal schauen, was die Zukunft beruflich so bringt“, eventuell ein Fernstudium anschließen. Ein Studium des Bauingenieurwesens an der Uni Karlsruhe hatte er schon begonnen, wollte es aber nicht abschließen. Ziel könnte jetzt – so sagt er – der „Kalk- und Zementmeister“ sein, womit er sich in die Position für eine Führungskraft bringt.

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