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Schweden-Feuer vor dem Bauhof

Gondelsheimer zelebrierten ihren Neujahrsempfang
Wohltuend von den normalen Empfängen unterscheidet sich die Neujahrsbegeg-nung der Gemeinde Gondelsheim. Zum 750. Geburtstag 2007 eingeführt hat sich seither an ihrem Charakter nicht viel geändert. Sie ist gekennzeichnet von Gespräch und Kommunikation zwischen den Bürgern. Unter sie mischen sich Gemeinderäte und Bürgermeister, der jeden Besucher am Eingang zum Bauhof mit Handschlag und ein bisschen Smalltalk oder auch – bei den Frauen – einer Umarmung begrüßte. Briefkasten in die Luft gesprengt

Speckkiechlä von den Landfrauen – „meine sind die Besten“, sagt Ingrid Pfendtner



Das wurde Markus Rupp zum Verhängnis bei seiner traditionell kurzen Rede, mit der er das Jahr 2017 Revue passieren ließ und einen Blick auf das kom-mende Jahr 2018 warf. Als er stolz auf die seit seinem Amtsantritt enorm gestiegene Geburtenrate verwies, tönte der Kirchengemeinderatsvorsitzende Karl Vollmer mit einem ebenso sonoren wie vielsagenden „Ho, ho“ dazwischen, die Manneskraft des Bürgermeistes unter lautem Gelächter der Besucher beschwörend.

Kurz mit einem Lächeln kommentiert, irritierte das den Bürgermeister bei dem Vortrag seiner Jahresbilanz kein bisschen. „Das Seuchenjahr 2016“ musste natürlich noch einmal gestreift werden. Ein Bürgermeister müsse zwar berufsmäßig jammern, meinte Rupp, um aber gleich nachzulegen: trotzdem sei 2017 viel gelungen. Gondelsheim entwickle sich außerordentlich gut auch wegen In-vestitionen im Millionenbereich durch das örtliche Gewerbe.

Und der Bürgermeister spricht dazu

Dermaßen eingestimmt ließen es sich die rund 200 Besucher im Anschluss noch mehrere Stunden gut ergehen bei Glühwein und den traditionellen „Speck-kiechle“ der Landfrauen, die die Bewir-tung übernommen hatten. Die Spezialität aus der Gondelsheimer Küche war schon zu Beginn heiß begehrt. Besonders die aus der Küche von Ingrid Pfendtner. „Ich hab die Besten“, strahlte sie selbstbewusst, als sie mit einer Schüssel voll des köstlichen Hefeteiggebäcks einlief. „Die kommen gar nicht auf den Tisch. Die kommen nach hinten in die Küche, weil meine Kolleginnen sie selbst essen wollen“, verkündete die Landfrau.

Tatsächlich, kaum eingetroffen, reckten sich die ersten Finger nach der Leckerei („darf ich mir eines nehmen?“). Die vierzig Teile, die Ingrid Pfendtner aus einem Kilo Mehl, 2 Eiern, 100 Rama und einem halben Liter Milch und natürlich Hefe gezaubert hatte, waren ums rumgucken weg. Wer nicht zum Zug gekom-men war, der tröstete sich mit dem Pärle „Heiße“ oder einem Glühwein, illuminiert von zwei zusätzlich stimmungsaufhellenden Schwedenfeuern und fünf Fackeln, die Bauhofleiter Reiner Stiegelbauer bei Einbruch der Dunkelheit entzündet hatte.

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