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Scheffelweg erneut abgelehnt

Aber Widerstand gegen umstrittene Bebauung bröckelt
Nach einem ersten Anlauf in der letzten Sitzung tat sich Walzbachtaler Gemeinderat erneut schwer mit dem Bauantrag für den Jöhlinger Scheffelweg 6, der schon in der letzten Sitzung für Kopfzerbrechen gesorgt hatte. Erneut machte ein Anlieger schon eingangs in der Fragestunde mit einer langen Liste von Fragen auf erhebliche Schwachstellen des problematischen Bauvorhabens aufmerksam. Und erneut machte andererseits der Bürgermeister auch darauf aufmerksam, dass eine Gemeindeverwaltung nicht die Schönheit eines Bauvorhabens zu beurteilen habe, sondern einzig seine Gesetzmäßigkeit und Einhaltung der Bauordnung.

Gerade daran hapert es nach Auffassung von Skadi Förster nicht. Das Bauvorhaben füge sich in die Umgebung ein und das sei entscheidend, weil für das betreffende Grundstück kein Bebauungsplan vorliege. Maßgeblich für das Umdenken einiger Gemeinderäte machte sich der Förstersche Gang ins Bauarchiv bemerkbar. Die Gemeinderäte hätten im Jahr 1984 mit der Genehmigung der Umgebungsbebauung einen unumkehrbaren Präzedenzfall geschaffen, informierte die Bauamtsmitarbeiterin. Die sieben Stellplätze erfüllten bei sechs Wohneinheiten voll und ganz die Bedingungen der Landesbauordnung. Damit war die ablehnende Einheitsfront der letzten Gemeinderatsitzung gebrochen. Bei fünf Enthaltungen und fünf Befürwortern behielten die Ablehner mit acht Stimmen zwar noch die Oberhand, doch Karl-Heinz Burgey war sich sicher: „Das Landratsamt wird diese Ablehnung des Einvernehmens ersetzen“.

Ohne Widerworte wollte Silke Meyer den Bauantrag dennoch nicht passieren lassen. Der 1984er Beschluss des Gemeinderats sei rechtswidrig gewesen. Der lange Gebäuderiegel füge sich nicht ein, kündigte die SPD-Fraktionsvorsitzende ihre Ablehnung an. Karin Herlan (SPD) hatte wie Andrea Zipf (Grüne) Bedenken wegen der Zufahrt. Auf Nachfassen von Volker Trumpf (CDU) bestätigte der Bürgermeister: So lange die Zufahrt nicht gewährleistet sei, dürfe dort niemand einziehen. Misstrauen allein reiche aber nicht für die Ablehnung, meinte Burgey und sicherte den Anliegern zu, dass ihre Bedenken im Original an das Landratsamt weitergereicht würden.

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