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Roter Teppich wanderte

Gemischte Reaktionen auf die Brettener Einkaufsnacht

Die Brettener Einkaufsnacht hat längst den Status der Tradition erworben. Eine Tradition indessen, die mit Wandel stets noch versucht, sich weiter zu entwickeln. So gab es dieses Jahr gegenüber der Auflage des Vorjahres einige Änderungen. Nicht so gelungen sei die Durchführung im Vorjahr gewesen, so berichtete Nathalie Dörl-Heby.

Die Idee des in der Fußgängerzone „wandernden roten Teppichs“ habe etliche organisatorische Probleme mit sich gebracht. Daraus habe man die Konsequenz gezogen und sich in diesem Jahr auf zwei Stationen beschränkt, so schilderte die Verantwortliche für Stadtmarketing den Lerneffekt.

Der rote Teppich war zwar immer noch da wurde aber nur ausgerollt vor der Eingangstür der Weißhofer Galerie und jenseits des Marktplatzes bei Optik Leonhard. An beiden Stationen wartete Party-Atmosphäre auf die Besucher. Bei Optik-Leonhardt hatte der Brettener Bauhof die Fußgängerzone mit Klappstühlen möbliert. Die Weißhofer Straße war vor der Weißhofer-Galerie mit massiven Lounge-Sesseln im Paletten-Stil gepflastert und natürlich für den Verkehr komplett gesperrt. Die beiden Standorte fanden nicht die Zustimmung aller Zuschauer. „Warum macht man so was nicht auf dem Marktplatz?“ fragte sich Traudl Petschauer, die in einem der Lounge-Sessel vor der Weißhofer Galerie lümmelte.

Dort tanzte zuerst der Bär. Im wahrsten Sinne des Wortes mit der Flamenco-Truppe von Silvia Cabanillas. Absatz Stakkato und fliegende Röcke gaben ein deutliches Signal für den Auftakt des Events. Danach gab Jennifer Loosemore als Moderatorin den Ton an. Die gebürtige Brettenerin stellte im Dialog mit den Chefs die teilnehmenden Firmen vor ehe sie die Models auf den Catwalk schickte. Darunter pfundige Frauen, die – mit Kleidern von „Formvollendet“ ausgestattet – bewiesen, dass auch sie auf dem Catwalk selbstbewusst sein können.

Nach Taschen- und Brautmoden-Schau zog die Karawane weiter gen Fußgängerzone. Dort gabs nach dem erneuten Start durch die Flamenco-Truppe sprichwörtlich was auf die Augen durch Optik-Leonhardt. Die in der unmittelbaren Umgebung präsenten Firmen stellten darüber hinaus Kindermoden, aktuelle Mode, Kosmetik, Schmuck, Wohnaccessoires oder Strickwaren vor, erneut moderiert von Jennifer Loosemore.

Von den gegen Ende befragten Einzelhändlern wurde das Event nur zurückhaltend bewertet und nicht gerade als Verkaufsschlager eingeordnet. „Fürs Image allemal gut“, war das übereinstimmende Urteil, aber ein großer Umsatzbringer sei die Einkaufsnacht nicht gewesen, alles allerdings nur hinter vorgehaltener Hand zu hören.

Einzelne teilnehmende Firmen sahen das anders. „Das war eine tolle Sache“, meinte beispielsweise Katja Seebach, die ihre Kinder- und Babymode präsentierte vor der Weißhofergalerie, in der sie ihr Fachlädle betreibt. Sie habe die Gelegenheit genossen, sich und ihren Laden vorstellen zu können. „Das Wetter hat gestimmt, alle waren gechillt, ich war sehr zufrieden“, lautete ihr Resümee.

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