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Riege komplett?

Auftritte zwischen Seriosität und Satire beim Walzbachtaler Bürgermeisterwahlkampf

Jetzt geht’s los. Die sechs Kandidaten für die Walzbachtaler Bürgermeisterwahl am 7. Juli scharren nicht mehr nur mit den Hufen. Einige sind ganz schön losgaloppiert. Vergaloppiert hat sich dabei auf jeden Fall Werner Kuhn.

Sein Versuch, sich in einem Posting der Facebook-Gemeinde zu präsentieren, stieß in bestem Falle auf verhaltenes Schmunzeln und schnelles Weiterscrollen. Für die meisten hat er sich der Lächerlichkeit preisgegeben mit Formulierungen wie diesen (Copy und Paste aus seinem Posting):

Hallo Walzbachtaler,

nicht Alle wissen ja wer ich bin! Auch meine Person ist ein Kandidat des Bürgermeisters für unser schönes Walzbachtal. … Ich persönlich halte nicht sonderlich viel von Plakate oder aufgedunstete Flyers! …. Nach vorne schauen und das zurückliegende, welches nicht gerade fortschrittlich für unsere Gemeinde war besser machen und den Bürgeren EUCH mehr Anteilnahme geben. Ihr wählt den Bürgermeister und Ihr habt auch das Recht sich daran zu beteiligen.

Der eine oder andere konnte nicht glauben, dass man mit einem solchen Text seine Visitenkarten für eine Bürgermeisterwahl abgeben kann, hielt das gar für Real- Satire. „ja, ja, „deitsche“ Sprache, schwere Sprache“ konnte sich ein anderer nicht zurückhalten. Immerhin kündigte Werner Kuhn an, Bürgergespräche durchzuführen. Wann und wo die stattfinden hat er noch nicht öffentlich festgelegt.

Mit Bürgergesprächen geht es trotzdem schon morgen los. Im Gegensatz zu Kuhn haben sich nämlich drei andere Kandidaten auf Termine festgelegt. Morgen Abend (Dienstag) lädt Iris Würtz um 19:30 Uhr zu ihrem ersten Bürgergespräch ins Destino beim FV04 Wössingen ein. Dem ein oder anderen wird dann zum ersten Mal die Wahl schwer fallen, denn zeitgleich und parallel dazu bietet Michael Paul am entgegengesetzten Ortsende im Wössinger Hof einen „Themenabend Kinder und Jugend“ an. Am Mittwochabend lässt Iris Würtz schon um 18:30 Uhr das zweite Bürgergespräch im Jöhlinger Naturfreundehaus folgen.

Damit ist die Woche nicht komplett. Am Donnerstag, 6. Juni folgt Timur Özcan mit seiner Veranstaltung, dieses Mal Bürgerdialog geheißen, im Teem One beim TV Wössingen. Beginn um 19 Uhr wie auch am folgenden Tag 7. Juni im Jöhlinger Lamm.

Noch nicht so weit ist Siegfried Weber. Er denkt noch über eigene Veranstaltungen nach, so sagte er, und will Mitte dieser Woche mit einer Homepage online gehen, mit der er um die Gunst der Wähler werben will. Überraschung und Schmankerl darin: Ein Drohnenvideo. Er reiht sich damit ein bei den Konkurrenten, die bereits mit einer Homepage online sind:

iris-wuertz.de

timur-oezcan.de

michael-paul.info

Nichts gehört hat man bisher vom Wahlkampf von Jürgen Bereswill.

Unangenehmes

Zum Abschluss ein paar Kleinigkeiten aus der Kategorie: Unangenehmes, den Konkurrenten ans Revers geheftet. Da ist zunächst mal ein Wahlergebnis: Timur Özcan trat bei den Gemeinderatswahlen in Mannheim an und erzielte dabei ein selbst innerhalb der SPD-Liste sagen wir mal mäßiges Ergebnis. Das wird sehr gerne von der Konkurrenz kolportiert. Ungeachtet dessen ist immer wieder zu hören, dass die Wahl erst interessant wurde, als er seinen Hut in den Ring warf. Viele Wähler bemängelten bis dahin ein eher bescheidenes Kandidaten-Angebot.

Nicht überall wurden die magnetischen Werbesticker, die Michael Paul an den Briefkästen befestigte, mit Wohlwollen aufgenommen. Dafür erntete er so manchen galligen Kommentar. Der Jöhlinger Lokalmatador muss sich übrigens auch in den eigenen CDU-Reihen mit Kritik auseinandersetzen. Selbst bei der Union sind ihm nicht alle wohlgesonnen. Vor allem deshalb, weil der Ortsverband ursprünglich auf der Suche gewesen sei nach einem auswärtigen Kandidaten und diese Suche von einem kleinen Kreis innerhalb der Vorstandschaft abgeblasen wurde und Michael Paul auf den Schild gehoben worden sei. Der point of no return war damit überschritten. Nicht vergessen ist die Tatsache, dass er schon zwei Mal erfolglos versucht hat, einen Bürgermeistersessel im südbadischen zu erobern.

Und schließlich eine allerletzte Bemerkung: Die Bewerbungsfrist läuft noch. Bis zum 11. Juni kann noch ein weiterer Überraschungskandidat seine Unterlagen im Walzbachtaler Rathaus einwerfen.

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Kommentare (1)

  • Avatar

    Wössinger Bürger

    |

    Zum Kommentar: Riege komplett?
    Ich denke die wahlberechtigten Bürger sollten und werden die Bürgermeisterwahl entscheiden. Der „Dorfjournalismus“ sollte sich da doch eher Raus- bzw. Zurückhalten. Bewertendes, parteiliches, ja sogar lächerlich Machendes hat da eher nichts zu suchen!
    Das ist nicht informativ sondern einfach kein Niveau!

    Reply

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