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Wössingen kann wieder einkaufen

Am Donnerstag ist es so weit
Das Wort „Einkaufnotstand“ machte im letzten Jahr im Walzbachtaler Ortsteil Wössingen die Runde. Nach der Schließung des Edeka waren dort die Einkaufsmöglichkeiten sehr beschränkt. Das Angebot eines kostenlosen Bus-Shuttles zu einem Weingartener Vollsortimenter wurde trotzdem nur sehr spärlich angenommen. Die lange supermarktlose Zeit wurde überdies um Monate verlängert, nachdem eine riesige Stützmauer nach starken Regenfällen auf den Neubau des Gebäudes zu stürzen drohte, in dem der EDEKA-Nachfolger untergebracht werden sollte.

Jetzt allerdings sind diese Probleme beseitigt. Am Donnerstag, den 30. August öffnet morgens um 7 Uhr der neue REWE in der Wössinger Straße 136 seine Pforten und hat künftig geöffnet von montags bis samstags von 7.00 bis 22 Uhr: Größer, schöner, besser soll er sein, als alles was es bisher in Walzbachtal in Sachen Einkaufen gab. Auf 1422 Quadratmetern soll den Kunden ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis geboten werden, schreibt die Presseabteilung von REWE dazu. Rund 17.000 unterschiedliche Artikel sollen in den Regalen warten. Darum wird sich ein Team von 30 Mitarbeitern kümmern. REWE selbst hat an dem Standort 1,8 Millionen Euro investiert. Beim fränkischen Bauträger Krause, der das Gebäude errichtet hat und zur Verfügung stellt, waren es zuvor weitaus mehr.

Geleitet wird der neue REWE von der selbständigen Kauffrau Susanne Bitterlich. Auf ihre Initiative hin, so sagt sie, soll das Thema Regionalität hohen Stellenwert erhalten. Quer durch da Sortiment werden zahlreiche Produkte und Spezialitäten aus der Umgebung angeboten: Eier aus Knittlingen, Mehle aus Keltern, Honig aus Bretten, Wurst aus Sulzfeld und – je nach Saison – Obst und Gemüse aus Durlach oder Walzbachtal. Dazu gesellt sich im Eingangsbereich die regionale Bäckerei Gerweck.

Der neue REWE setze Maßstäbe in Sachen Klima- und Umweltschutz und ein spezielles Energiesparkonzept, meinte Susanne Bitterlich im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Vollsortimenter komme ohne fossile Brennstoffe aus. „Durch Verglasung der Kühlmöbel sparen wir rund 40 Prozent der Energie im Vergleich zu herkömmlichen Kühlmöbeln“, informiert Bitterlich.

Zur Eröffnung des REWE wird ein Revirement im Jöhlinger Einzelhandel beginnen. Am 1. September schließt der TREFF 3000, der Nachfolger des EDEKA an diesem Standort war. Seine Schließung ist Teil eines Gesamtkonzepts, bei dem EDEKA Südwest seine Billigmarke vom Markt nehmen will. Rund die Hälfte seiner Treff 3000-Filialen gibt Edeka Südwest an Netto ab. Teil dieser Umstrukturierung ist also der Jöhlinger TREFF3000. seine Pforten werden allerdings nur stark drei Wochen geschlossen bleiben. Auf einem Plakat am Eingang wird die Wiedereröffnung des Supermarkts unter der Regie von Netto für den 25. September angekündigt. Sämtliche Mitarbeiter werden ihren Arbeitsplatz behalten und vom TREFF3000 zu Netto wechseln.

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