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Rad – die Alternative

Radverkehrsförderung im Verwaltungsausschuss des Kreistags
(PM lra) . Vor dem Hintergrund seiner Bemühungen um den Klimaschutz und zunehmend überlasteter Straßen unternimmt der Landkreis Karlsruhe eine Vielzahl von Anstrengungen, um die Rolle des Fahrrades als umweltfreundliches und gesundheitsförderndes Verkehrsmittel zu stärken. Auf welchen verschiedenen Ebenen die Kreisverwaltung den Radverkehr konkret fördert, wurde dem Verwaltungsausschuss des Kreistags in seiner jüngsten Sitzung vom 7. Dezember vorgestellt. Das Potenzial als echte Alternative zum motorisierten Individualverkehr hat das Fahrrad insbesondere bei der Fahrt zur Arbeit und Schule allemal: Studien belegen, dass Kurzfahrten bis sechs Kilometer die Hälfte am Gesamtverkehr ausmachen. Solche Entfernungen sind prädestiniert für den Radverkehr. Unterstellt man bei Pedelecs einen Aktionskreis von zehn Kilometerm, steigt der Anteil gar auf 75%. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat berechnet, dass jeder Radkilometer durch weniger Lärm, CO2 und Feinstaub 12,5 Cent an Gesundheitskosten spart und somit auch die Lebensqualität steigert. Volkswirtschaftlich gesehen kann man die Kosteneinsparungen je Kilometer bei mehr als dem doppelten veranschlagen. Daneben kommt dem Radeln im Hinblick auf den Tourismus und die Fahrrad- und Sportartikelbranche eine wichtige Rolle zu und schont bei gleicher Fahrtdauer den eigenen Geldbeutel.

Um den Radverkehr zu fördern braucht es ein fahrradfreundliches Radverkehrssystem. Dazu gehören nicht nur gut ausgebaute Wege, sondern auch allgemeine radverkehrsfreundliche Rahmenbedingungen und insbesondere ein Bewusstsein, das das Fahrradfahren als selbstständiger Teil der Mobilität in die Wahrnehmung der Menschen rückt. Um planmäßig vorzugehen, hatte der Kreistag im Jahr 2010 ein Radverkehrskonzept beschlossen. Dieses beinhaltet unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit den Kommunen, in deren Trägerschaft sich die meisten Radwege und Aktionen befinden. Finanziell fördert der Landkreis Radwege entlang der Kreisstraßen außerhalb der Ortsdurchfahrten; im Zuge von Neubau- oder Ausbaumaßnahmen wird stets ein Augenmerk auf die Erforderlichkeit von Radwegen gelegt. Beim neuen Landesprojekt zur Einrichtung von Radschnellwegen – drei bis vier Meter breite und möglichst kreuzungsfreie Wege, die vor allem Berufspendler nutzen sollen – arbeitet der Landkreis mit dem Regionalverband Mittlerer Oberrhein an einer Machbarkeitsstudie für drei solcher Wege auf den Achsen Söllingen–Karlsruhe–Wörth, Leopoldshafen-Karlsruhe-Rastatt und Ettlingen-Karlsruhe-Stutensee mit der Option einer Verlängerung bis nach Bruchsal. Einer ständigen Überprüfung und Verbesserung wird das Radverkehrssystem im Landkreis unterzogen. Insbesondere konzeptionell, radtouristisch, netz- sicherheits- und beschilderungstechnisch hat sich der Landkreis Karlsruhe seit 2009 stark weiterentwickelt. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel begrüßte, dass eine Reihe von Städten und Gemeinden mittlerweile eigene Radverkehrskonzepte auf den Weg gebracht haben. Er informierte, dass die Verwaltung derzeit an der Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes arbeitet und kündigte an, dieses im Frühjahr zur Beratung in die Gremien einzubringen. .

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