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Platz für Flüchtlinge

Gut vorbereitet zeigt sich die Gemeinde Walzbachtal für die weitere Zuweisung von Flüchtlingen. Zwischen dem Jöhlinger Bahnhof und dem Neubaugebiet „Gageneck“ sind zwei Gebäude für die Anschlussunterbringung entstanden. Dort sollen Menschen untergebracht werden, die aus Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises in die Betreuung durch die Gemeinden entlassen werden sollen.

Nach Auskunft der Gemeindeverwaltung sind die beiden Gebäude im „Gageneck 2/1“ und „Gageneck 2/2 bezugsfertig. In den nächsten Tagen würden die Möbel der Standardausstattung geliefert. Die Gemeinde führe, so informiert Bürgermeister Karl-Heinz Burgey, derzeit Gespräche mit dem Landratsamt, um die Belegung der Gebäude abzustimmen. Nach aktuellem Stand soll das Gebäude „Gageneck 2/1“ im Laufe des Septembers mit ca. 25 Personen belegt werden. Dabei handelt es sich um Ehepaare und Familien. In einem Fall handelt es sich um die Familie eines derzeit in der Wössinger Anschlussunterbringung in der Bruchsaler Straße wohnenden Syrers. Für die Belegung des Gebäudes „Gageneck 2/2“ seien derzeit noch keine Entscheidungen getroffen.

Großer Andrang beim Tag der offenen Tür in der Anschlussunterbringung beim Bahnhof Jöhlingen

Großer Andrang beim Tag der offenen Tür in der Anschlussunterbringung beim Bahnhof Jöhlingen

Insgesamt seien in der Gemeinde Walzbachtal derzeit 56 Flüchtlinge, zuzüglich 21 Personen aus der Gemeinschaftsunterkunft in der Alemannenstraße, untergebracht. Das vom Landratsamt zugewiesene Aufnahmekontingent beträgt für das Jahr 2017 noch 48 Personen, für 2018 voraussichtlich 33 Personen. Die Gemeinde könne dieses Kontingent für 2017 aus heutiger Sicht problemlos erfüllen, versichert Burgey.

Ein erstes Bild des neuen Gebäudes konnten sich die Walzbachtaler an einem Informationstag am 22. Juli machen. Die Möglichkeit wurde rege genutzt von rund 200 Besuchern, die sich über die bauliche Situation und Fragen zur Flüchtlingsunterbringung und –betreuung informieren wollten . Fragen beantworteten nicht nur die Sozialarbeiterin und der Technische Hausdienstes der Gemeinde, sondern auch Mitglieder der Flüchtlingshilfe, die mit einer kleinen Ausstellung ihrer Aktivitäten präsent war.

Wichtig für die Arbeit mit dem Flüchtlingen werde auch der Pakt für Integration werden, den die Gemeinde dem Landkreis Karlsruhe abgeschlossen hat. Der Landkreis bietet für die Gemeinde den Einsatz von Sozialarbeitern als Integrationsmanager. Unterstützend dazu werden die Sozialarbeit der Gemeinde und die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Flüchtlingshilfe zur Betreuung beitragen. Die genaue Form der Zusammenarbeit zwischen Integrationsmanager, Gemeinde Walzbachtal und Flüchtlingshilfe wird nach den Sommerferien abgestimmt.
Großer Andrang beim Tag der offenen Tür in der Anschlussunterbringung beim Bahnhof Jöhlingen

Großer Andrang beim Tag der offenen Tür in der Anschlussunterbringung beim Bahnhof Jöhlingen

Großer Andrang beim Tag der offenen Tür in der Anschlussunterbringung beim Bahnhof Jöhlingen

Großer Andrang beim Tag der offenen Tür in der Anschlussunterbringung beim Bahnhof Jöhlingen

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Kommentare (5)

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    Thomas

    |

    Als Antwort auf: Platz für Flüchtlinge

    So wie es aussieht sind schon die ersten Bewohner eingezogen. Leider scheint man bei der Planung weder Rollläden noch Vorhänge oder etwas ähnliches in den Wohnungen vorgesehen zu haben. Anders kann ich mir die mit Zeitung(!) abgeklebten Scheiben in Richtung Haltestelle Bahnhof nicht erklären. Freiwillig wohnt sicherlich niemand hinter solch einer Fensterdeko. Der Wunsch nach Privatsphäre ist verständlich – hier könnte ohne Anstrengung quer durch das Haus geschaut werden.

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    Ritchi

    |

    Als Antwort auf: Platz für Flüchtlinge
    HIER in Deutschland:
    – nicht unter freiem Himmel schlafen müssen (mietfrei)
    – (noch) kein Krieg
    – Einkommen, ohne was dafür zu tun
    Ein Leben im Schlaraffenland
    wen interessieren da ein paar fehlende Rolläden

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      Thomas

      |

      Antwort auf Ritchi in Platz für Flüchtlinge

      Mich.

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        Lars

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        Als Antwort auf: Platz für Flüchtlinge (Als Antwort auf: Thomas)
        Die Zeitungen in den Fenstern passen optisch zur über dem Zaun zum Trocken aufgehängten Wäsche…;-)

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    Lars

    |

    Als Antwort auf: Platz für Flüchtlinge
    Und damit ist das illegal errichtete BVH der Nutzung übergeben und die Tatsachen vollendet. Hier zeigt sich mal wieder, wie willkürlich die Politik Entscheidungen treffen und gegen bestehende Gesetzte umsetzen kann, wenn die prüfende Instanz, in diesem Fall das Baurechtsamts des Landkreises KA, ebenfalls ein Interesse am Bau hat. Da werden werden dann bestehende Gesetze besonders wohlwollend und ausgelegt oder schon gar nicht zur Beurteilung der Genehmigungfähigkeit herangezogen.
    Hier genau: §35 Abs.2 und Abs.3 Satz 3 des BauGB
    (2) Sonstige Vorhaben können im Einzelfall zugelassen werden, wenn ihre Ausführung oder Benutzung öffentliche Belange nicht beeinträchtigt und die Erschließung gesichert ist.
    (3) Eine Beeinträchtigung öffentlicher Belange liegt insbesondere vor, wenn das Vorhaben ….
    3.unwirtschaftliche Aufwendungen für Straßen oder andere Verkehrseinrichtungen, für Anlagen der Versorgung oder Entsorgung, für die Sicherheit oder Gesundheit oder für sonstige Aufgaben erfordert.
    Leider haben die meisten Bürger nicht das Fachwissen, die Genehmigungsfähigkeit zu beurteilen. Was bleibt einem aber übrig als Bürger? Soll man sich über einen Anwalt dagegen wehren? Leider besitze ich nicht den finanziellen Puffer, um in dieses finanzielle Risiko zu gehen. Die Abgabenlast an die Gemeinde einschl. ca. 500€ Krippengebühr lässt leider keinen dafür ausreichenden Spielraum. Zusätzlich dazu klebt dann natürlich wieder der Makel von rechten politischen Motiven an einem. Vollkommen zu Unrecht, auch gegen andere BVH an dieser Stelle wäre genauso vorzugehen.
    Ich bin ja mal gespannt, welche Kungeleien im Rahmen der Seniorenunterkunft mit der genehmigenden Behörde stattfinden. Hier rate ich der Interessengemeinschaft der Anwohner dringend, die Erteilung der Baugenehmigung rechtlicht von einem Fachanwalt prüfen zu lassen.

    Hinweis der Redaktion: Der Kommentar wurde gekürzt nicht des Inhalts wegen, sondern deshalb, weil er in der Länge jeglichen Rahmen der Kommentarspalte sprengen würde.

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