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Plan entwickelt

Walzbachtaler Wald gewährt Totholz
Die Entwicklung der Walzbachtaler Wälder wird seit mehreren hundert Jahren planvoll betrieben über Generationen von Förstern hinweg. Eines der Mittel dazu ist der sogenannte Forsteinrichtungsplan. Als Grundlage wird alle zehn Jahre von externen Fachleuten der Zustand des Waldes erhoben. Die gewonnen Daten sind Basis für den neuen Forsteinrichtungsplan für die nächsten zehn Jahre. In genau diesem Punkt machte sich am Samstag der Walzbachtaler Gemeinderat auf die schon seit vielen Jahren traditionelle Waldbegehung.

Auf der über zweistündigen Tour von der Gerhard-Kirchgßner-Hütte aus durch den „Hinterwald“ ließen Oberforstrat Bernd Schneble und der örtliche Förster Christian Wachter immer wieder grundsätzliche Bemerkungen einfließen zur Entwicklung nicht nur dort, sondern des gesamten Waldes. Grundsätzliche Bedeutung hat die Eiche. Sehr viele Pflanzen und Tiere leben ausschließlich auf dem Baum der Deutschen. Über 1000 Insekten seien von ihr direkt abhängig. Die eiche sei für den Naturschutz besonders wichtig. Christian Wachter sei es gelungen, den Anteil von 9,4 auf über 15 Prozent zu steigern, lobte Schneble den Walzbachtaler Förster.

Trotz der großen Trockenheit gehe es den Walzbachtaler Eichen wie auch denen im Landkreis prächtig, betonte Schneble auf Nachfrage von Jutta Belstler. Der Landkreis sei führend im Land bei der Nachzucht der Baumart Eiche. Der Beweis dafür sei die in diesem Jahr überaus starke Eichelnmast, von der es „den Wildschweinen wahrscheinlich noch richtig schlecht wird“.

Nicht mehr so geschätzt wird hingegen derzeit die Fichte. Sie sei schwer verkäuflich, informierte Bernd Schneble. In gemeinsamer Aufzucht mit Douglasien in einer Schonung sei das langfristige Ziel, die Fichte immer mehr zugunsten der Douglasie auszudünnen. mj

Eine besondere Rolle komme daneben dem Alt- und Totholzkonzept zu. Alle drei Hektar werde man eine Insel von zehn bis fünfzehn Bäumen aus der Bewirtschaftung herausnehmen und auf Dauer sich selbst überlassen. Mit diesem Vorsorgekonzept erhalte die Gemeinde darüber hinaus auch Öko-Punkte, die bei Bauvorhaben als Ausgleich eingesetzt werden können.

Vereinzelt würden auch einzelne, absterbende Bäume ihrem Schicksal überlassen und aus ökologischen Gründen nicht gefällt. An einer riesigen, aber morschen Buche verdeutlichte das Christian Wachter. Sie könne mit ihren abfallenden Ästen eine Gefahr für Spaziergänger werden, forderte er die Gemeinderäte zu einer Diskussion über die Verkehrssicherungspflicht auf. Die Runde kam zu dem Schluss solchen Bäumen nicht den letztendlichen Garaus zu machen. Das Waldbetretungsrecht beinhalte, dass man mit den Gefahren des täglichen Lebens rechnen müsse.

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