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Persönliche Schmähungen


Schwere Vorwürfe richtet Paul Metzger an seinen Nachfolger im Oberbürgermeisteramt Martin Wolff.

Gehörig für Aufregung hat in Bretten ein Leserbrief in den BNN gesorgt, in dem Arno Rath wenige Tage vor der Wahl dem amtierenden Oberbürgermeister schwere Vorwürfe machte. Prompt folgte die Spekulation, Paul Metzger habe ihm die Feder dabei geführt. Paul Metzger lässt die Spekulation nicht ruhen. Er antwortet in aller Ausführlichkeit so und fügt weitere Angriffe auf den OB hinzu:

Arno Rath allein ist geistiger Verfasser seiner Leserbriefe
Auf seinen Leserbrief habe ich sofort mit Rolf Elskamp persönlich gesprochen. Mit ihm konnte ich im Rahmen des Industriekarussells die Verlagerung seines Baumarktes vereinbaren. Das hat den Erhalt der Fa. Neff in Bretten möglich gemacht und war Basis zur Überwindung der schlimmen Strukturkrise der 80iger/90iger Jahre des letzten Jahrhunderts. Rolf Elskamp war mir deshalb während meiner OB-Tätigkeit wichtiger Wegbegleiter. Wir haben uns dabei nicht nur kennen, sondern auch schätzen gelernt. Die Diktion seines Leserbriefes, mit der Unterstellung, dass ich für den Inhalt der Leserbriefe von Arno Rath verantwortlich sei, hat mich deshalb durchaus irritiert. Verfasser war ausschließlich Arno Rath. Als enger ehrenamtlicher Mitarbeiter mit über 4000 Arbeitsstunden hat er mir manchmal seine Entwürfe zur Überprüfung der grammatikalischen und sachlichen Richtigkeit gezeigt. Allein das habe ich getan und dabei oft spitzigere Formulierungen zur Streichung empfohlen. Das war und ist kein Geheimnis.

Mit meinen inzwischen 6 Enkelkindern habe ich durchaus viel Pensionsfreude. Freude macht mir auch noch immer die ehrenamtliche Tätigkeit in der Bürgerinitiative pro Rechbergklinik und als Sprecher der Bürgerinitiative Brettener Heimat- und Denkmalpflege. Seit fast 8 Jahren bin ich als OB zwar pensioniert, aber als immer noch in Bretten gewählter Kreisrat und als Mitglied im Regionalverband nicht im endgültigen Ruhestand, sondern im aktiven politischen Unruhestand. Fast täglich haben mir Bürger Probleme geschildert, die sie insbesondere mit der Stadtverwaltung hatten, und um Unterstützung gebeten. Das damit zum Ausdruck kommende Vertrauen ehrt mich zwar, war aber vor allem belastend, da ich erhoffte Unterstützung auch bei berechtigten Anliegen als pensionierter OB meist nicht mehr gewährleisten konnte.

Persönlich öffentlich geäußert habe habe ich mich bei strittigen, politischen Sachfragen. Das ist nicht nur Recht, sondern auch Pflicht. Als Mitglied im Regionalverband habe ich mich insbesondere zur inaktiven Verkehrs- und Stadtentwicklungsplanung meines Nachfolgers immer mal wieder öffentlich kritisch geäußert. Und als Kreisrat habe ich das nicht genehmigungsfähig gewesene Ärztehaus auf der Sporgasse abgelehnt und für das notwendige Fachärztezentrum zur Stabilisierung der Rechbergklinik gekämpft. Leider lange ohne Unterstützung durch die Stadt. Lieber hätte ich die Stadtentwicklung beifällig begleitet. Mehrfach habe ich deshalb in der Vergangenheit versucht, meinen Nachfolger in ganz persönlichen Gesprächen über Sachverhalte in Kenntnis zu setzen, die ihm bei aufgekommenen Problemen hilfreich hätten sein können. Nach dem Bekanntwerden der Pflegeheimplanung im Fibron-Mellert-Areal habe ich Martin Wolff ausschließlich persönlich beim Priesterjubiläum von Pfarrer Maiba gebeten, die schon vor rund 10 Jahren mit dem Caritasverband Ettlingen und der Pfarrgemeinde besprochene Pflegeheim-Erweiterung auf Flächen der Sporgasse zu realisieren. Das hätte ihm viel Ärger und der Pfarrgemeinde, den Mitarbeitern und nicht zuletzt den pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen viele Sorgen und Nöte erspart. Reagiert hat mein Nachfolger mit der Vorhaltung , dass ich nicht mehr auf der Höhe der Zeit sei….! Wenn der Vorwurf der persönlichen Schmähungen zutrifft, dann ist das ein von mehreren negativen Beispielen im Umgang von Martin Wolff mit mir. Dass es für ihn besser gewesen wäre, meine gut gemeinten Hinweise mindestens zu prüfen, zeigt die vielfachen Verärgerungen innerhalb und das reduzierte Image außerhalb der Stadt. Egal wer in den nächsten Jahren OB sein wird, für alle gilt: suchet der Stadt Bestes. Dann kann ich meinen Ruhestand wirklich genießen.

Paul Metzger Oberbürgermeister a.D Ehrenbürger

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Kommentare (1)

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    Martin Wolff

    |

    Als Antwort auf: Persönliche Schmähungen
    Zur Info: Fakt ist…
    Die Alternative „Sporgasse“ wurde von mir mehrfach angeboten und vom Caritasverband nach Prüfung verworfen. Dies ist vom Caritasverband Ettlingen dokumentiert!
    Bereits in Vorjahren habe ich versucht, das neben der AOK liegende Gelände zu vermitteln. Auch dieses wurde vom Caritasverband abgelehnt.

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