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Parkdruck

Gemeinderat reagiert mit Stellplatzsatzung

In den letzten Jahren hat es im Walzbachtaler Gemeinderat häufig Diskussionen gegeben über die unzureichende Ausweisung von Stellplätzen bei Bauvorhaben von Investoren. An ohnehin schon unter engen Parkverhältnissen leidenden Straßen sahen die Planungen so wenige Stellplätze vor,

dass der Parkdruck weiter erhöht wurde. Eine gesetzliche Handhabe dagegen hatten die Gemeinderäte nicht. Die bringt allein eine Stellplatzsatzung. Sie wurde im September 2018 auf den Weg gebracht.

Planer Lars Petri hatte in einem ersten Schritt einen Entwurf ausgearbeitet und dem Gemeinderat vorgestellt. Er hatte die Auswahl,  Prüfung und Vorstellung der in Frage kommenden Gebiete übernommen. Die Weingartener Straße, die Weidentaler Straße, die Freiheitstraße, die Jahnstraße, die Jöhlinger Straße und die Bahnhofstraße (Jöhlingen). In Wössingen die Kelter-, Rappen-, Schloss-, Andreas-Wagner- und die Wössinger Straße.

Lars Petri wies noch einmal auf die Ursachen seines Entwurfs hin. Steigende Einwohnerzahl verbinde sich mit einer erheblich gestiegenen Fahrzeugdichte pro 1000 Einwohner. Der Parkdruck wachse damit stark auch an engen Straßen, die nicht auf dieses Verkehrsaufkommen ausgelegt seien. Rettungseinsätze der Feuerwehr würden behindert. Aus städtebaulicher Sicht werde die Aufenthaltsqualität im Dorf verringert. Das wünschenswerte Umsteigen aufs Fahrrad werde konterkariert durch abnehmende Räume für Fußgänger und Radfahrer.

Die Straßen seien durchaus nicht überall vollgeparkt. Aber dort, wo sie schon eng und verwinkelt seien und wo noch Entwicklungspotential bestehe, da könnte es noch schlimmer kommen. Neue Wohnungen erzeugten neuen Stellplatzbedarf. In Wössingen gehe es beispielsweise in der Seestraße schon ziemlich eng zu. Die vorliegenden Planung, die eine kantenscharfe Abgrenzung vorsieht für das Gebiet in dem die Satzung gelten soll, wird wie ein Bebauungsplan abgearbeitet. Behörden und Bürger hätten die Möglichkeit zur Stellungnahme während der öffentlichen Auslegung.

Nach einer kurzen Diskussion wo nun ein, eineinhalb oder zwei Stellplätze vorgesehen sein sollten, entschied sich der Gemeinderat für dieses Verfahren:  Für Wohnungen bis 50 Quadratmeter wird ein Stellplatz gefordert. Bei Wohnungen über 50 Quadratmeter werden Bauherren künftig im betroffenen Gebiet zwei Stellplätze vorhalten müssen. Gegenstimmen gab es bei allen Abstimmungen über die Gebietsabgrenzung, die Offenlage, den Satzungsentwurf und die Zahl der Stellplätze von der FDP-Fraktion. Roland Schneider begründete die Fundamental-Ablehnung damit, dass seine Fraktion die Stellplatzsatzung als zu große Einschränkungen für Bauherren empfinde. Bauherren würden durch die Auflagen abspenstig gemacht.

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Kommentare (6)

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    WeWa

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    Als Antwort auf: Parkdruck
    Tja, in der Seestrasse gibt’s einen kommunalen KiGa.. Da stellt alleine das Personal die Straße zu.. wenn dann Eltern und Grosseltern noch Fahrdienst machen dann ist halt die Straße zu.. wenigstens gibt es in der Sparkasse in einer „sogenannten“ blühenden.. Gut verwalteten Kommune keinen Publikumsverkehr mehr.. ;-(

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    Heinrich Jö.

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    Als Antwort auf: Parkdruck
    …Sehr Gut. Am Kirchplatz nicht anders. Der Lehrerparkplatz hinter der Schule ist fast leer, der Kirchplatz voll; incl. Autos von Sozialarbeiter und Kita Leuten. Hier wäre anzusetzen, es findet sicher ein Möglichkeit.

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    Anonymous

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    Als Antwort auf: Parkdruck
    Man könnte auch mal laufen um seine Kinder oder Enkel abzu holen. Nicht immer mit den Auto fast in die Schule oder Kindergarten rein zu fahren

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    Sarah Mayer

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    Als Antwort auf: Parkdruck
    Am Kirchplatz gibt’s ein ganz anderes Problem. Die Anwohner, die direkt am Kirchplatz wohnen und hinter dem Haus ihre Parkplätze haben, parken aus Gemütlichkeit lieber vorne. Außerdem müssen Besucher des neuen Gesundheitshauses dort parken, da die Parkplätze am dortigen Platz nicht ausreichen oder dauer-besetzt sind.

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    Jöhlinger

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    Wenn nicht alle Eltern ihre Kinder mit den Autos in die Schule oder den Kindergarten fahren würde, wäre die Situation am Kirchplatz sehr entspannt.
    Zum Thema Gesundheitszentrum. Auch wenn der Betrieb bereits begonnen hat, sind die Parkplätze in der Tiefgarage noch nicht frei, und jede Menge Handwerker Fahrzeuge die noch jede Menge Arbeit haben bis alles fertig ist, sind auch noch länger im Einsatz, die müssen ja schliesslich auch irgendwo ihre Fahrzeuge parken. Also da ist einfach nur Geduld gefragt 🙂

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    Bernhard

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    Als Antwort auf: Parkdruck
    Ich beobachte immer wieder, dass viele Eltern ihre Kinder (vor allem natürlich 1. und 2.klässler) mit dem Auto zur Schule bringen. Je nach Entfernung und Straßenverkehr zumindest teilweise auch noch irgendwie verständlich. Weshalb man aber sein Kind (auch noch Wochen NACH dem ersten Schultag) nicht einfach aus dem Wagen steigen, die Schultasche übergeben und dann alleine den kurzen Weg zum und über den Schulhof gehen lassen kann, das ist zumindest mir völlig unverständlich. Muss man dem Kind die Tasche tragen, es an die Hand nehmen und bis direkt zum Schuleingang führen? Manchmal frage ich mich, ob so ein Kind tatsächlich schon schulreif ist, wenn es das nicht alleine kann? Oder anders rum gefragt: ob es überhaupt eine gesunde Selbständigkeit entwickeln kann, wenn man ihm sowas nicht ganz ohne Hilfe zutraut und ihm vielleicht höchstens noch zuschaut, wie es diese letzten paar Meter alleine meistert?

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