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Parallelen?

Arg viel hinzuzufügen gibt es nicht zu dem Artikel über den gestrigen Auftritt von Timur Özcan beim TV Wössingen. Details über seinen Lebenslauf kann man auf seiner homepage einsehen und will ich nicht wiederkäuen. Auch seine Ziele sind dort ausreichend definiert. Was bleibt ist eine Einschätzung.

Ist ein Stück Wahrheit an der Titelzeile, die den NadR-Header ziert: „Habemus papam?“ Ganz provokativ habe ich die Schlagzeile für die Kür des Papstes gewählt. „Habemus papam“ ruft der Dekan der zur Papstwahl in Rom versammelten Bischöfe, wenn weißer Rauch aufsteigt: „Wir haben einen Papst“.

Solche Symbolkraft hat der Auftritt von Timur Özcan natürlich nicht. Gewählt ist er noch lange nicht. Aber eines ist sicher. Für viele ist dieser junge Kandidat die erste Alternative in einem Bewerberfeld, das von vielen als nicht wählbar oder – wie bei Michael Paul – als viel zu sehr verbunden mit dem bisherigen, alten Kurs der Kommunalpolitik eingeschätzt wird. Das war bei seinem ersten Auftritt im Gutshof mit Händen zu greifen. Geradezu gierig war das Informationsinteresse, das ihm entgegenschwappte.  

Gewählt ist er aber wie gesagt noch lange nicht. Er wird mit mehreren Unwägbarkeiten zu kämpfen haben. Da ist zunächst mal sein Name: Timur Özcan. Dazu sind immer wieder die gleichen Bedenken zu hören. Ältere und konservative Wähler würden sich schwer tun, sich einen Mann mit Migrationshintergrund als Walzbachtaler Bürgermeister vorstellen zu können. Immer aber wird das mit dem Zusatz versehen: Mir persönlich macht das gar nichts aus. Mit diesem Bedenken geht Özcan offensiv um, glaubt ihnen im persönlichen Gespräch entgegentreten zu können.

Dann ist ihm Walzbachtal noch relativ unbekannt. Seit drei Wochen erst, so bekannte er, weiß er durch ein Inserat im baden-württembergischen Staatsanzeiger, dass es Walzbachtal überhaupt gibt und dass er hier antreten will. Sehr wagemutig und entschlussfreudig.

Und schließlich wäre er mit 28 Jahren ein sehr junger Bürgermeister. Der jüngste, der je auf dem Bürgermeistersessel Platz nehmen durfte. Ein kurzer Blick in die Walzbachtaler Anfangszeit belehrt jedoch: Siegbert Heckmann war nur zwei Jahre älter als er 1971 ebenfalls von außen kommend gegen ein – ist das ein Zufall? – genau gleich großes Bewerberfeld mit sehr ähnlichen Konstellationen gleich im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit errang.

Ein Bonmot zum Abschluss. Mit ihm tritt ein zweiter Kandidat an, der sich schon zur Schulzeit das Ziel gesetzt hatte: „Ich will Bürgermeister werden!“. Nach Siegfried Weber, der sich mit dem Gedanken schon während seiner Schulzeit in der Jöhlinger Werkrealschule herumschlug, bekannte nun auch Özcan. „Spätestens mit dem Abitur wusste ich: Ich will Bürgermeister werden!“

an.de

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Kommentare (1)

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    Walter Mayrhofer

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    Als Antwort auf: Parallelen?
    Ich frage mich schon langsam ob du die Werbeplattform für Özcan bist.

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