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Oldtimer

Knittlinger Senior zeigt sein Lebenswerk im eigenen Museum
In gewissem Sinne ist Walter Pfitzenmeier ein Verrückter. Der mittlerweile 87-Jährige frönt einer Sammlerleidenschaft, die sich nicht nur auf die automobilen Schnauferl beschränkt und immer noch ungebrochen ist. Selbstverständlich findet man in der mittlerweile auf 4000 Quadratmeter Ausstellungsfläche angewachsene Sammlung die Mercedes & Co. Daneben aber auch Motorräder, Traktoren und viele Dinge aus dem landwirtschaftlichen Alltag. „Ich zeige hier mein ganzes Leben“, sagt der Senior, der aus einer bäuerlichen Familie stammend aus einem landwirtschaftlichen Fuhrbetrieb mit dem ersten Traktor ein Unternehmen der Abfallentsorgung begonnen und aufgebaut hat. Dieser Traktor steht selbstverständlich ebenso in der Sammlung wie sein erstes Müllfahrzeug.

Komplettiert wird sie von einer kompletten mechanischen Werkstatt aus der Karlsruher Rankestraße aus dem Jahr 1870 oder einer alten Schmiede aus der Pforzheimer Straße in Bretten. Gepflegt wird der Schatz mittlerweile nicht nur von ihm und seiner Familie. Vor knapp zwei Jahren gründete sich ein gemeinnütziger Verein, der sich um den Fortbestand und die Weiterentwicklung des kleinen Museums im Pflegmühlenweg kümmert. „Was wir hier haben, das geht alles auf die Aktivitäten von Walter Pfitzenmeier zurück“, verweist Beirat Rudi Lehnert, auf dessen Verdienste. Am Sonntag lud er am bundesweit gefeierten Tag des Museums zum Tag der offenen Tür.

Eugen Mendel, für Technik und Systematik zuständig und mindestens genauso begeisterter Oldtimer-Fan wie Pfitzenmeier, hatte im Vorfeld seine Kontakte zu diversen Oldtimer-Stammtischen spielen lassen. Obwohl vom Wetter nicht gerade begünstigt wuselte es deshalb trotzdem zwischen den mittlerweile 100 Motorrädern, 50 Traktoren und 50 Schnauferln nur so vor Neugierigen. Aus nah und fern waren sie gekommen, aus dem Rems- und Murgtal, aus Heidelberg oder Künzelsau, aber selbstverständlich auch aus Bretten.

Zu ihnen zählte auch Hans Süß aus Bretten. Mit seinem Schwiegersohn Matthias Weide interessierte er sich besonders für die Traktoren, ist er doch selbst Traktorfahrer und als gelernter KfZ-Mechaniker und leidenschaftlicher Bastler selbst mir einer historischen Maschine unterwegs. Nur zwei von vielen hundert Besuchern waren die beiden, die am Sonntag einen Blick nicht nur in die automobile Vergangenheit warfen.

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