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ÖPNV vor Wende

Schwerpunktthema im Verwaltungsausschuss des Kreistags
(PM lra) . Breiten Raum nahm bei der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses des Kreistags am 26. Oktober der öffentliche Personenahverkehr ein. Berichtet wurde dem Gremium über die Schienenverkehre in der Region Karlsruhe ab dem Dezember 2022. Die zum Nahverkehr zählenden Verkehre wie Interregio-Express, Regional-Express, Regionalbahn und S-Bahn werden in Baden-Württemberg durch das Ministerium für Verkehr organisiert. Hierzu schließt das Land Verträge mit Verkehrsunternehmen und bestimmt, welche Strecken in welchem Takt und mit welchen Zugtypen bedient werden. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel berichtete von seinen Abstimmungen mit dem Verkehrsministerium und erläuterte das Eckpunktepapier, welches die Ausschreibung bzw. Direktvergabe der Verkehre in der Region Karlsruhe künftig regelt. Beinhaltet sind beispielsweise die derzeitigen Linien S4 Karlsruhe–Bretten–Eppingen–Heilbronn sowie die Linie S31/S32 Karlsruhe – Bruchsal – Menzingen/Odenheim. Sämtliche Verkehrsleistungen auf diesen Strecken sollen demnach zwischen 5 und 24 Uhr bedarfsgerecht erbracht werden und für die Fahrten an den Karlsruher Hauptbahnhof sollen neue Vollbahnfahrzeuge zum Einsatz kommen. Für die Linie S4 Karlsruhe-Bretten hat die Kreisverwaltung die AVG beauftragt, mittelfristig über eine Verbesserung der vorhandenen Streckeninfrastruktur nachzudenken.

Auch über Finanzen wurde dem Verwaltungsausschuss berichtet: Unter anderem über die ÖPNV-Finanzierungsreform, welche die Finanzierungsströme neu ordnet. In einer ersten Stufe werden im kommenden Jahr die Mittel kommunalisiert und in einer zweiten Stufe ab 2021 schrittweise um 50 auf dann rund 250 Mio EUR erhöht. Eine große Aufgabe steht dem Landkreis mit dem barrierefreien Ausbau der Schienenhaltepunkte bevor. Zuvor müssen allerdings auch mit Blick auf die anstehenden Vergaben der Schienenverkehrsleistungen noch verschiedene Fragestellungen geklärt werden, beginnend bei Vertragsformulierungen bis hin zu den künftig eingesetzten Fahrzeugen im Hinblick auf die auszubauenden Bahnsteige.

Neuerungen gibt es auch bei den Busverkehren auf den Linien 141 bis 146 im Mittelbereich Bretten. Sie wurden mit Beginn des neuen Schuljahrs angepasst, nachdem die im Fahrplan veröffentlichten Zeiten zum Teil sehr deutlich von den realen Fahrzeiten abwichen. Die Anschlusssicherung von und zur Schiene war ein weiteres wesentliches Element der Überarbeitung. Dazu wurden Linienverläufe geändert, gering frequentierte Haltestellen aufgehoben und wenig nachgefragte Fahrten eingestellt. Da es dafür auch Kritik gab, ist die Landkreisverwaltung dabei, gemeinsam mit dem Karlsruher Verkehrsverbund und den betroffenen Städten und Gemeinden, die Fahrpläne nach den ersten Erfahrungen im Betrieb kritisch zu hinterfragen, um gegebenenfalls nachsteuern zu können.

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