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Oberbürgermeister werden

Hebelschüler lernen Ausbildungsberufe kennen

Auszubildende im Handwerk werden zurzeit von den Betrieben gesucht wie die berühmte Stecknadel im Heuhaufen. Und dennoch tun sich noch viele Schüler der Werkreal – und Gemeinschaftsschulen schwer, sich für einen Ausbildungsberuf zu entscheiden. Hilfestellung in der Situation will ein Projekt geben, das von der IHK angeschoben und seit 14 Jahren von der Hebelschule durchgeführt wird. Während des Projekts „Schule und Handwerk“ erhalten die Schüler die Gelegenheit, das Arbeitsumfeld in den Betrieben kennenzulernen.

Den 36 Siebtklässlern und den beiden begleitenden Lehrern Alexandra Koch und Ralf Martin stand dazu in diesem Jahr eine breite Palette an Ausbildungsbetrieben zur Verfügung, denn neben den klassischen Handwerksbetrieben aus den Bereichen Bäcker, Elektroniker, Landschaftsgärtner, Metallbauer, Metzger, Industriekaufmann, Feinwerkmechaniker, Flachglasmechaniker waren erstmals auch die Beruflichen Schulen und das Rathaus und mit den Firmen Harsch, Utescheny, Bischoff Glastechnik, Neff auch die Industrie mit dabei. Betreut wurden die Schüler von den teilweise schon ausgeschiedenen Handwerksmeistern Adalbert Bangha, Wolfgang Blum, Markus Mohr, Linda Mößner, Friedbert Stiefel, Rudolf Vogel und Axel Zickwolf.

Die Ergebnisse des Projekts wurden bei einer Abschlussveranstaltung in der Mensa der Hebelschule vorgestellt. Nach einer kurzen Einführung durch Konrektor Sven Kruse beschrieben die Schüler selbst in mitunter humorvollen Beiträgen die Erfahrungen, die sie in den Betrieben gemacht hatten. Bei einem Mädchen, das das Rathaus besucht hatte, gipfelte das gar in der Feststellung: „Liebe Stadt Bretten, wir allen wollen jetzt Verwaltungsfachangestellte werden“ und sie persönlich gar Bürgermeisterin.

Mit großer Heiterkeit nahm diese Bemerkung Bürgermeister Michael Nöltner auf, der den Schülerinnen und Schülern die Teilnahmeurkunden überreichte. „Ich hätte gerne auch mal eine Bürgermeisterin als Chef“, gab er in gleicher Münze zurück, ehe er auf die grundsätzliche Bedeutung des Projekts hinwies. Die Schüler hätten oftmals jetzt erst eine Ahnung von den Berufen erhalten, von denen sie bisher nur die Namen kannten.

Besonders freute sich Nöltner darüber, dass die Schüler – ganz entgegen dem derzeitigen Trend – bewusst auf alle digitalen Techniken zur Darstellung ihres Projekts verzichtet hatten. Nicht zuletzt mit der Präsentation hätten sie deutlich gemacht, dass sie dem Anspruch gerecht worden seien, den sie in einem gemeinsam vorgetragenen Lied selbst formuliert hatten: „Wir sind fit und nicht planlos“.

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