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Eisinger gibt nach Schifferstadt auch Kandidatur in Walzbachtal ab

Wenn derzeit in den Walzbachtaler Gemeinderatssitzungen unbekannte Gesichter auftauchen, dann erregt das Aufmerksamkeit. Auf den Ratsbänken wird registriert und spekuliert: Macht sich ein potentieller Interessent für den Wahlgang am 7.7. kundig, wie es um die Gemeinde steht? Mit Jürgen Bereswill wurde ein solcher Beobachtungs-Volltreffer gelandet.

Der Eisinger hat seine Bewerbung für das Bürgermeisteramt in Walzbachtal abgegeben. Nach eigenen Angaben ist der 58-Jährige ursprünglich Kunststofftechniker und hat in die Branche der Unternehmensberater gewechselt.

Nach Siegfried Weber, der seine angekündigte Bewerbung noch nicht abgegeben hat, ist er der zweite Kandidat, der mit der Ankündigung ins Rennen geht: „Ich wollte schon lange Bürgermeister werden“. Zum Jahresende wolle er sein Eisinger Büro an einen Sohn übergeben und von daher „würde jetzt alles passen“, wird er in der Brettener Woche zitiert.

Jetzt scheint tatsächlich alles zu passen, denn Jürgen Bereswill bewirbt sich nicht nur in Walzbachtal. Wie die Rheinpfalz am 2. April berichtet (https://www.rheinpfalz.de/lokal/ludwigshafen/artikel/ein-badener-will-an-die-stadtspitze/) hat er seine Kandidatur auch im pfälzischen Schifferstadt abgegeben. Dort findet die Bürgermeisterwahl am 26. Mai parallel zur Europawahl statt. Unter dem Titel „Ein Badener will an die Stadtspitze – Jürgen Bereswill kandidiert um Bürgermeisteramt“ sind dort ganz ähnliche Formulierungen zu lesen wie in dem Bericht in der Brettener Woche. Nicht überliefert ist, ob Bereswill die Schifferstadter Wahl lediglich als Probelauf für die zwei Wochen später stattfindende Walzbachtaler Wahl betrachtet. Bei Berichten im Schifferstadter Tagblatt, auf dessen Homepage er unter dem Slogan „ein Profi für Schifferstadt“ wirbt, wird Bereswill als wenig ernst zu nehmender Kandidat charakterisiert.

Abgegeben hat ihre Kandidatur auch Iris Würtz. Für sie ist das Einmischen in die Kommunalpolitik Bürgerpflicht. Die 58-jährige Diplombetriebswirtin ist schon viele Jahre als Unternehmerin erfolgreich und hat in der Vergangenheit mit scharfer Kritik an der hohen Verschuldung der Gemeinde nicht hinterm Berg gehalten. Seit 30 Jahren wohne sie schon in Walzbachtal und ebenso lange habe sie die Entwicklung des Dorfes mit Sorge verfolgt. Sie beobachte eine steigende Diskrepanz zwischen der Verschuldung und der Wertschöpfung der Gemeinde. „In dieser Situation trete ich als Sanierer an“, sagt sie und kündigt ihre Kandidatur als parteilose Bewerberin an.

Nach einer genauen Analyse des Ist-Zustandes sei ihr Ziel mittelfristig ein neues Dorfmodell, das auf einem soliden Fundament stehen werde. Walzbachtal müsse weg kommen vom Verwaltungsdenken hin zu einem strategischen Managementansatz mit mehr Transparenz: „Die Bürger haben ein Recht zu erfahren, wo die Gemeinde steht.“

Noch nicht konkretisiert haben sich bis jetzt die Bemühungen der SPD einen eigenen Kandidaten zu stellen. Eine zuerst avisierte schnellere Entscheidung ist bis jetzt noch nicht weiter gereift.

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