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Nostalgie in Rot

Feuerwehr-Schnauferl machten Werbung für den Landesfeuerwehrtag
Oldtimer satt gibt es diese Woche auf dem Brettener Marktplatz zu sehen. Den Auftakt dazu machte am Dienstag die „Nostalgie in Rot“. Oldtimerfahrzeuge von Feuerwehren aus ganz Baden-Württemberg (und eines aus der Schweiz) sind unter diesem Motto zurzeit in Nordbaden unterwegs und machen Werbung für den Landesfeuerwehrtag am 22. Juli in Heidelberg. Nach Bruchsal folgte ein Zwischenstopp auf dem Brettener Marktplatz ehe die Oldtimer wieder zurück nach Heidelberg schnauften.

Polizeirevierleiter Bernhard Brenner fuhr an der Spitze des Konvois

Bereits bei der Einfahrt zog die Kolonne der dreizehn Fahrzeuge alle Blicke auf sich. Ausgewählte historische Löschfahrzeuge und Drehleiterfahrzeuge aus den 1920er und 1930er Jahren nahmen an dieser Oldtimer-Rundfahrt teil. Darunter auch die zwei ältesten Fahrzeuge der Brettener Feherwehr – allesamt aus der Zeit zwischen den zwei Weltkriegen. Nur ein Fahrzeug wollte nicht so richtig in die Reihe passen und ausgerechnet das bildete die Spitze. In dem grünen Käfer Baujahr 1971 und 1985 in den einstweiligen Ruhestand versetzt tuckerte Bernhard Brenner vorneweg. „Ein neues Fahrzeug!“ scherzte der Polizeirevierleiter im Vorbeifahren mit den Gästen des „Alten Rathauses“, die sich zu Schnitzel mit Pommes niedergelassen hatten und mit einem „Das muss auch gepflegt werden!“ erwiderten.

Darum musste man sich bei den Fahrzeugen der Feuerwehr keine Sorgen machen. Die wurden teilweise mit Argusaugen von ihren Fahrern bewacht und das „Heilix Blechle“ selbst gegen Berührungen verteidigt. Wehe jemand stellte gar etwas auf den Gummitritt des Rolls Royce der Wehr der Schweizer Stadt Lenzburg. Da war was los. Dem strengen Verweis folgte sofort ein sorgfältiges Nachpolieren mit einem Mikrofasertuch.

Fachgebietsleiter Brandschutzgeschichte im Vorstand des Landesfeuerwehrverbandes Harald Pflüger ließ antreten.

Bürgermeier Michael Nöltner nahm die Parade ab



Schließlich waren etliche der Fahrzeuge Exponat eines der Feuerwehrmuseen im Lande. Etwa der 1925er Garford des Ehepaares Krimhilde und Günther Hübler. Der Riedlinger Ex-Löschmeister betreibt mit seiner Gattin ein eigenes Feuerwehrmuseum und geht entsprechend achtsam mit seinem Schatz auf dem Brettener Marktplatz um. Unter ihren Pickelhauben schwitzten sie in der gnadenlosen Nachmittagssonne ebenso heftig wie die Kameraden der Altersmannschaften, die durchweg in historischen Uniformen angetreten waren.

Kriemhild und Günther Hübler vom Feuerwehrmuseum Riedlingen (Biberach) auf ihrem Garford Jahrgang 1925

Zum geradezu militärisch korrekten Appell der Mannschaften bat Rolf Rothmund ehe Organisator Harald Pflüger, seinen Dank abstattete bei Bürgermeister Michael Nöltner, der den im Amtsgeschäften in Regierungspräsidium weilenden Martin Wolff vertrat. Er freue sich, die „Nostalgie in Rot“ in Bretten präsentieren zu dürfen, meinte der Fachgebietsleiter Brandschutzgeschichte im Landesfeuerwehrvorstand. Nöltner gab den Dank zurück mit einem wie er ihn taufte „Blitzer-Schinken“. Pflüger war nämlich für eine Vorbesprechung am Brettener Alexanderplatz um etliches schneller unterwegs als die Polizei erlaubt und handelte sich ausgerechnet in Bretten – so gestand er – die ersten Punkte seiner Autofahrerlaufbahn ein.

Einen „Blitzer-Schinken“ überreichte Bürgermeister Michael Nöltner den Fachgebietsleiter Harald Pflüger als Entschädigung für das Knöllchen am Alexanderplatz



Dank und Stolz auch bei Stephan Noe, dem Abteilungskommandanten der Brettener Wehr, und bei Thomas Wiedemann, Vorsitzender des Feuerwehrfördervereins, der verantwortlich zeichnete für den hervorragenden Zustand des ersten motorisierten Brettener Feuerwehrfahrzeugs , das sich direkt neben dem Melanchthonhaus an prominentester Stelle präsentieren durfte.

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