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Neue Ärzte-Heimat

Optimaler Standort für Haus der Gesundheit / Tschersich außen vor / 73 Parkplätze
Jöhlingen wird ein Haus der Gesundheit erhalten. Daran bestehen jetzt keine Zweifel mehr. Besiegelt wurde das 12-Millionen-Projekt gestern mit dem ersten Spatenstich. Dazu traten Investor Ullrich Eidenmüller, Bürgermeister Karl-Heinz Burgey, Pablo Müller Camarena (Ingenieurconsult), Bänker Julian Baltrock, Engelbert Müller, Sonja Schirek (Ingenieurconsult) an. Errichtet und betrieben werden die Gebäude von der Curavia. Ein Modell, das extra für dieses Projekt vom ehemaligen Karlsruher Bürgermeister Ullrich Eidenmüller zusammen mit den Architekten der Ingenieur-Consult ACE ins Leben gerufen wurde. Eidenmüller zeigte sich während einer dem Spatenstich vorausgehenden Pressekonferenz wie auch beim Spatenstich selbst begeistert von dem Modell von Ärztehaus, betreutem Wohnen und Pflegeeinrichtung, das einzigartig sei in der Region. „Das ist kein normales Projekt“, meinte er vor eine stattlichen Anzahl von Nachbarn, Gemeinderäten und Geschäftspartnern, nachdem er sich auf einen als „Feldherrnhügel“ genutzten Stahlträger geschwungen hatte. Das Modell werde im Erfolgsfall weit über Jöhlingen hinausstrahlen. Man habe dafür ein „grandioses Gelände in einer sensationell gute Lage“ zur Verfügung.

Darauf legte auch Karl-Heinz Burgey großen Wert. Mit der Lage sei gewährleistet, dass Kranke und Alte mitten im Dorf bleiben könnten, wohin sie auch gehörten. Details der Planungen stellte Pablo Müller Camarena vor. Er wies darauf hin, dass man dem Gemeinderat bei den Planungen der Parkplätze entgegen gekommen sei. Im Gemeinderat hatte sich die Curavia Bedenken dazu stellen müssen. Ergebnis: Sie wird auf vier ursprünglich geplante Wohnungen verzichten und insgesamt 73 Parkplätze auf dem Gelände ausweisen und damit weit mehr als gesetzlich vorgeschrieben seien, Betonte Müller Camarena.

Direkt neben dem Jöhlinger “Lamm“ wird in einem ersten Bauabschnitt der Flügel des Vorhabens realisiert, in dem betreutes Wohnen durch den Badischen Landesverein der Inneren Mission, mit der Bäckerei Gerweck ein Cafe, Physiotherapie und die Ärzte einziehen werden.

Allgemeinmediziner Dr. Nees und Zahnarzt Dr. Urban sind in einem vom Investor und Betreiber zur Verfügung gestellten Expose als die Ärzte genannt, die im Haus der Gesundheit eine Praxis eröffnen werden. Nicht genannt ist Dr. Tschersich. Er wird sich nach Angaben von Projektmanagerin Sonja Schirek nicht an dem Projekt beteiligen.

Für weitere Ärzte sind Grundflächen von 769 Quadratmetern vorgesehen. Bei einer von der kassenärztlichen Vereinigung genehmigten Schlüsselzahl von 1631 Einwohner pro Allgemeinmediziner wäre damit Raum für drei bis vier weitere Ärzte (Dr. Nees belegt 170 Quadratmeter).

Erst in einem zweiten Bauabschnitt werden auf 1623 Quadratmetern barrierefreie Wohnungen entstehen. Damit wird Rücksicht genommen auf den hinter der Volksbank liegenden Getränkemarkt Wagner. Erst wenn er umziehen kann in ein Gebäude an der Landesstraße direkt neben dem Weingut Schäfer, wird der zweite Bauabschnitt begonnen. Das Gebäude an der L559 wird nach Angaben von Karl-Heinz Burgey von dem Investor erstellt und an den Getränkemarkt verpachtet werden wie das auch schon beim Weingut Schäfer der Fall war. Der Umzug soll Anfang nächsten Jahres stattfinden.

Mitten in dem Gebiet liegt das denkmalgeschützte Haus Jöhlinger Straße 100. In ihm ist das „Mythos“ untergebracht. Nach Angaben von Engelbert Müller, Partner der Curavia, wurden schon Gespräche geführt, ob auch dieses Gelände in die Planungen mit einbezogen werden kann. Dort sei allerdings nur mit einer langfristigen Lösung zu rechnen.

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Kommentare (8)

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    Michael

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    Als Antwort auf: Neue Ärzte-Heimat

    Dass Mitten im Ortskern ein Gesundheitszentrum geplant ist, hatte ich schon mitbekommen. Auch die bebaute Fläche war mir klar. Wie die Objekte aussehen, und dass sie sich überhaupt nicht ins Ortsbild einfügen, hatte ich bisher aber nicht wahrgenommen. Wenn ich nun das Bild sehe bin ich mehr als entsetzt. Im hinteren Bereich zur Schubertstraße hin haben die Gebäude sogar 5 Stockwerke und sind somit deutlich höher als die ganze Nachbarschaft. Ich frage mich wirklich, wie sowas genehmigt werden konnte. Durch die Dachform und die Bauhöhe werden die Gebäude meiner Meinung nach unser Ortsbild zukünftig negativ prägen.

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    Jöhlinger

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    Es ist schon recht merkwürdig, wie hier momentan in welcher Geschwindigkeit und vor allem auf welche Art und Weise Projekte angegangen und politisch durchgezogen werden.

    Ich stimme dir Michael voll und ganz zu – ein solches Bauwerk mitten drin in Jöhlingen geht gar nicht. Weitere Beispiele:

    – neues Altersheim im Gageneck
    – Anschlussunterkunft im Gageneck
    – neues Rathaus in Wössingen

    Wenn man dann auch noch mitbekommt, das manche Entscheidungen von einem einzelnen einfach „durchgedrückt“ werden, obwohl es aus den eigenen Reihen Wiederstände gibt, dann kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln.

    Es werden erst einmal im Verborgenen Fakten geschaffen – und das hat fast schon Methode…

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    Lars

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    Als Antwort auf: Neue Ärzte-Heimat
    Michael,
    normalerweise betrachte ich die Planungen und ähnliches, was so im stillen Kämmerlein der Gemeinde entsteht sehr kritisch. Hier kann ich jedoch Ihre Einwände nicht nachvollziehen. Es handelt sich hier ja an der „oben“ angrenzenden Strasse eben nur um eine 3-geschossige Bebauung, wobei das 3 OG als Staffelgeschoss auch noch zurückversetzt ist. Gerade durch die Öffnung der Gebäudestruktur zur Jöhlinger Str. mit gleichzeitiger höhenmäßiger Abgrenzung nach hinten wird eine Integration des neuen Vorplatzes mit dem bestehenden Kirchplatz erreichen und die „Dorfmitte“ im Sinne eines Dorfplatzes sinnvoll erweitern, bzw. erst entstehen lassen. Die derzeitige städtebauliche Situation ist mehr als bescheiden. Und dass es immer wieder Leute gibt, für die sich Flachdachbauten nicht in eine bauliche Struktur mit Satteldächern eingliedern können, hat zum Glück die Bauhausbewegung nicht davon abgehalten, vor 100 Jahren eine architektonische Formensprache zu entwickeln, die noch heute als modern empfunden wird.

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    Lars

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    Als Antwort auf: Neue Ärzte-Heimat
    Stimme voll und ganz zu, bis auf das ich den Entwurf des Ärtzehauses inkl. Standort gelungen finde

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    Anton

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    Als Antwort auf: Neue Ärzte-Heimat

    Ich finde es schade, dass sofort immer vieles, was in unserer Gemeinde passiert, negativ bewertet wird. Es drängt sich schon oft die Vermutung auf, dass besonders direkt betroffene Anwohner ihrem Unmut hier Luft lassen! Zum Gesundheitszentrum: Ich finde es toll, dass die Kommune bereits so zukunftweisend das Thema „Alt werden in Walzbachtal“ aufgreift und vor allem sehr sinnvoll umsetzt. Viele Bürger werden später froh sein, dass es ein solches Angebot in Walzbachtal gibt und ich meine nicht nur die aktuellen Senioren. Zudem ist es ein weiterer Schritt für eine gute Gesundheitsversorgung mit mehr Ärzten, vielleicht auch mit Fachgebiet?, die unsere Gemeinde nur bereichern können. Auch die bauliche Gestaltung finde ich sehr gelungen, da sie deutlich das Ortsbild aufwertet und geschickt in die Hanglage eingeplant wurde. Einziger Wermutstropfen ist die Vergabe des Cafes an Gerweck. Es wäre schön gewesen einen anderen Bäcker zur Auswahl zu haben und nicht erneut eine Filiale der dominierenden Gerweckkette.

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    Ein direkter Anwohner

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    Als Antwort auf: Neue Ärzte-Heimat

    Ich finde auch als „direkter Anwohner“ das Gesundheitszentrum mehr als ideal. Der Standort und auch der Entwurf für diesen Standort finde ich sehr geeignet. Denke damit entsteht eine Aufwertung des Ortsbildes. Dass nun auch speziell auf die älteren Einwohner Rücksicht genommen wird, auch mit dem Neubau am Gaggeneck finde ich sehr gut. Vom Gesundheitszentrum profitieren schliesslich alle Mitbürger der Gemeinde. Die Gemeinde trägt nicht nur Sorge für Kindergärten sondern auch für ältere Menschen und dies wird entsprechend umgesetzt. Ist die Grundsteinlegung auch für jetzt noch junge Leute, die in der Gemeinde alt werden möchten. Denke egal-wo man anderweitig das Gesundheitszentrum oder ein Altenheim geplant hätte, Widersprüche und negative Kommentare wären auch dort nicht ausgeblieben. Ausser man belässt alles wie es ist. Jedoch jede Neuerung bringt Veränderungen, und obwohl diese vielleicht für den einen oder anderen im Moment nicht von Nöten sind, sollten man Ihnen dennoch aufgeschlossen gegenüber stehen.

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    Augen_auf

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    Als Antwort auf: Neue Ärzte-Heimat
    Eine Gemeinde muss den notwendigen Spielraum haben sich zu entwickeln. Als direkter Anwohner im Neubaugebiet Gageneck könnte ich mir sicherlich Schöneres vorstellen als dem mit so einem Bau unvermeidlich einhergehenden Verkehr zuzusehen. Dennoch, urbane Entwicklung macht eben nicht Halt an meinem gewohnten Habitat und im Sinne von sozialer Verantwortung muss ich mir auch darüber im Klaren sein im Zweifel für das Gemeinwohl entschieden wird und zwar durch demokratisch gewählte Volksvertreter. Wem das nicht passt, der kann natürlich den rechtlichen Beschwerdeweg gehen oder sich in der Politik engagieren. Gegen alles und jede Neuerung zu schießen bringt niemanden weiter und mal ganz ehrlich haben wir nicht auch von der Erweiterung der Gemeinde profitiert als wir hier gebaut haben und gab es nicht hier Anwohner die gerne Alles beim Alten gelassen hätten?

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    Lars

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    Als Antwort auf: Neue Ärzte-Heimat

    Sicherlich nicht ganz unwahr, aber warum werden diese Entscheidungen (und vor allem der weg dorthin) nicht öffentlich frühzeitig kommuniziert, sodern gekungelt und gemauschelt, bis ein Entschluss bzw. der Wille dazu bereits in sprichwörtlichen Beton gegossen ist und nach „pro forma“ noch die nötige Beteiligung der Öffentlichkeit auf so klein gehaltener Flamme wie möglich durchführt.
    Das wird auf einmal ein Flächennutzungsplan ganz schnell innerhalb von Wochen nach bekanntwerden der Planungen an das beabsichtigte Vorhaben angepasst. Dieser Flächennutzungsplan stellt eine eingetlich LANGFRISTIGE übergeordnete Bauleitplanung dar. Das hinterlässt doch eine sehr faden Beigeschmack. Ebenso wie die AU am Bahnhof. Hier war sogar die baurechtliche Einordnung des zur Standortuntersuchung beauftragten Ingenieurbüros schlichtweg falsch, welche Grundlage zur Standortwahl bildete. Die Gemeinde sah sich aber nicht genötigt, eine Neubewertung vorzunehmen, wieso auch, war ja schon intern alles besprochen und verabschiedet.
    Bei solchen Methoden der Entscheidungsfindung der Politik kann man nur noch die Wut bekommen und aus Prinzip auf Kontra gehen.

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