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Netzwerk Feinstaub

Ein Netzwerk soll entstehen, das jedermann Auskunft über die Feinstaubbelastungen in der Region gibt. Das ist das Ziel von Dieter Langjahr. Am Samstag ist er diesem Ziel ein Stückchen näher gerückt. Im Wössinger Cafe Panama bot er einen Workshop unter dem Titel “Feinstaubsensor selbst bauen“ an.

Jeder Interessierte erhielt dort nicht nur Informationen über das entstehende Netzwerk, sondern auch darüber, wie er selbst Teil des Netzwerks werden kann. Etwas enttäuschend fiel die Zahl der Teilnehmer aus, was Langjahr selbst auf die kurzfristige Bekanntmachung des Termins zurückführte.

Wer jedoch gekommen war, der musste sein Kommen nicht bereuen. Dieter Langjahr fütterte die Teilnehmer mit ausführlichen Informationen zum gesundheitlichen Aspekt der Feinstaubbelastung, über deren physikalischen Grundlagen wie auch letztendlich über die Apparatur, die Aufschluss geben soll über aktuelle Belastungen. Sie erfasst auch die besonders problematischen Kleinststaubteile, die über die Lunge in die Blutbahn gelangen.

Davon konnte einer der Teilnehmer ein Lied singen. Johannes Thurner ist Asthmatiker. Der Gondelsheimer hat deshalb ein ganz besonderes Interesse an dem Thema. Nach einem relativ weit entfernten Brand sei er nach dem Einatmen von Luftschadstoffen zusammengeklappt. Auf das Nikotin von Rauchern reagiere er absolut allergisch. Für ihn sei die Information über die Schadstoffbelastungen in der Luft immens wichtig. Die Möglichkeiten des Feinstaubsensors wolle er deshalb zu Hause selbst austesten und nahm einen Bausatz mit.

So weit ging das Interesse der anderen Besucher nicht. Denn ganz so einfach ist das mit der eigenen Konfiguration des Apparates nicht. Schon bei dem Suchen der Steckverbindungen zwischen den drei Komponenten Sensor, Prozessor und Temperatur- und Feuchtigkeitsfühler musste ganz oft nachjustiert werden. „Reinstecken draufdrücken und dann funktionierts, das hat bei mir noch nie funktioniert,“ sah sich der Odenheimer Thomas Jenne in seinen bisherigen digitalen Erfahrungen aufs Neue bestätigt, als dann auch noch ungeahnte Schwierigkeiten mit der Installation der notwendigen Software auftraten. Bei ihm bliebe es denn auch beim Informationsinteresse wie auch bei Wolf Hessdorfer aus Weingarten oder Philipp Fretz aus Gondelsheim.

Interesse am Datennetz allerdings, das besteht weiter. Je mehr Messungen in das System eingespeist werden, desto aussagekräftiger würde es für die Region meint Dieter Langjahr. Letztendlich könne man aus der Interpretation vieler verschiedener Messstellen sogar die Verursacher von Luftverschmutzungen entdecken.

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