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Der Oberderdinger Gemeinderat fällt das Jahr über viele Beschlüsse im Hochbau. Doch wie werden sie umgesetzt? Der Frage ging der Gemeinderat bei einer umfänglichen Baustellenbesichtigung in allen drei Ortsteilen nach. Das besondere Augenmerk galt dabei den Hochbehältern. Zwei werden derzeit saniert. Die erste Station führte zum Humberg, der Großvillars mit Wasser versorgt. Der dortige Hochbehälter wurde 1979 gebaut. Er hat mithin ein Alter erreicht, bei dem Sanierungsmaßnahmen unausweichlich seien, meinte Ingenieur Matthias Weber, der die Sanierung nicht nur hier, sondern auch am „Katzensteig“ betreut und diese Maßnahmen zusammen mit Wassermeister Michael Schelling den Gemeinderäten vorstellte.

Rohrleitungen würden durch Edelstahlleitungen ersetzt. Eine bestehende Verbindung der beiden Wasserkammern würde aus Sicherheitsgründen getrennt. Der Umbau geschehe im laufenden Betrieb. Die Großvillarser Wasserversorgung sei trotzdem nicht gefährdet, versicherte Matthias Weber. Er zerstreute Sicherheitsbedenken vereinzelter Gemeinderäte wegen Terroranschlägen. Begleitend würden Maler- und Fliesenarbeiten durchgeführt. Die Sanierung wird 350.000 Euro kosten, damit aber um 15 Prozent unter dem Kostenvoranschlag liegen. Die Auftragsvergabe habe sich schwierig gestaltet, da keine Angebote eingegangen seien, informierte Bürgermeister Thomas Nowitzki. Mit örtlichen Firmen habe man daraufhin gute Ergebnisse erzielt.

Mit 620.000 Euro erheblich teurer wird der „Katzensteig“. Dort dreht es sich darum, das interkommunale Industriegebiet Kreuzgärten an das Wasserssystem anzuschießen. Dadurch werde der Bau eines Löschwasserteichs überflüssig und die Kosten für die Gemeinde reduzierten sich, da sich die Wirtschaftsfördergesellschaft an der Finanzierung beteiligt. Die Arbeiten werden gleichzeitig dazu genutzt, ein Glasfaserleitung zu verlegen. Das soll Ende nächster Woche durch die EnBW geschehen. Damit kommt man Thomas Nowitzki entgegen, der auf rasche Erledigung drängte: „Jetzt bitte keine Verzögerungen mehr!“

Schon weit fortgeschritten sei schon das Baugebiet „Wohnanlage Bahnhofstraße“ in Flehingen. Auf zwei Hektaren einer ehemaligen Gewerbebrache sind dort 35 Bauplätze entstanden, auf denen schon kräftig gebaut wird. Die Nachfrage in Flehingen sei groß, berichtete der Bürgermeister. Von 17 schon verkauften Bauplätzen seien neun an Einheimische überwiegend an Flehinger gegangen. Dass sich unter den 17 vier Karlsruher befinden, interpretierte Nowitzki als Beweis für die weit ausstrahlende Attraktivität Oberderdingens. Dazu trügen die moderaten Grundstückspreise mit 265 Euro pro Quadratmeter bei.

Zu dieser Attraktivität wird ohne Zweifel auch das Gesundheitszentrum in der Schillerstraße beitragen, die vierte Station der Besichtigungstour. Auch hier liege die Bauphase in den letzten Zügen, freute sich der Bürgermeister, wünschte sich allerdings eine etwas „weniger betonlastige Gestaltung“ der Parkgarage, für die Oberderdingen 540.000 Euro aufbringen muss. Der Umbau der Brettener Straße 42 in eine Mediathek war die letzte Station. Sie stand auch auf der Tagesordnung der folgenden Ausschusssitzung Technik und Umwelt. Die Vergabe der Holzfenster wurde mit rund 50.000 Euro einstimmig gebilligt.

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