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NABU-Begeisterung

Eines der renommiertesten Projekte des Brettener Naturschutzbundes (NABU) ist die große Streuobstwiese in Gölshausen. Deshalb ist es sicher kein Zufall, dass sich der ehemalige NABU-Landesvorsitzende und als Staatssekretär ins Umweltministerium gewechselte Andre Baumann dieses Projekt für einen Wahlkampftermin zur Bundestagswahl ausgesucht hatte. Interessiert lauschte er den Informationen, die der Vorsitzende Norbert Fleischer nicht nur dazu, sondern auch zu den anderen Arbeitsfeldern des Brettener NABU gab. Beispielhaft nannte er den Naturerlebnistag vom Sonntag, bei dem erstmals die Nachwuchsorganisation NAJU vorgestellt worden sei.

Die NAJU sei insbesondere bei dem Streuobstwiesenprojekt sehr aktiv. Sie würde dort dem NABU-Anspruch gerecht: „Wir sind nicht nur Theoretiker, wir wollen selbst etwas machen“. An Arbeit mangele es nicht. Das Totholzprojekt sei ein dickes Brett, an dem man in Bretten noch bohren müsse.

Andre Baumann

Otto Mansdörfer, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Gemeinderat, warf einen Blick zurück auf die Entstehungsgeschichte der Streuobstwiese. Auf 2,6 Hektaren sei eine große Ausgleichfläche für die Gölshäuser B293-Umgehung entstanden. Großen Wert sei darauf gelegt worden, so ergänzte Wolfgang Röcker, dass die 223 neu angepflanzten Bäumen eine große Artenvielfalt an einheimischen Obstsorten gebracht hätten. Das beziehe sich nicht nur auf die Bäume. Mit Trockenmauern und Steinbeeten habe man Lebensräume für Eidechsen geschaffen, mit einer artenreichen Bepflanzung Nahrung für Wildbienen.

„Was hier gemacht wird, ist große Klasse“, zeigte sich Andre Baumann von der Arbeit des Brettener NABU begeistert. Die Bewahrung der Schöpfung wie sie hier betrieben wird, sei „kein Blümchen-Thema, sondern etwas ganz Zentrales für uns Menschen“. Die Streuobstwiesen gehörten zu den artenreichsten Bereichen in Baden-Württemberg. Leider gebe es nicht mehr allzu viele Initiativen, die so wie die Brettener arbeiteten. Die Landesregierung versuche sie beispielsweise durch Baumschnittförderung zu unterstützen.

Die Politik könne allerdings nur in Zusammenarbeit mit den Bewirtschaftern der jeweiligen Flächen etwas Positives bewirken. Dafür brauche man eine Agrarförderung, die finanziell honoriert, wer mehr macht für die Natur. Die lokalen Bemühungen müssten Teil eines großen Konzeptes sein, das den Klimawandel verhindert. Der nämlich sei mit der Flucht aus unfruchtbar gewordenen Gebieten die Ursache für eines der weltweit größten Probleme.

Daran knüpfte Pascal Haggenmüller an. Der örtliche Bundestagskandidat der Grünen für den Wahlkreis 272 sah den gesellschaftlichen Zusammenhalt angesichts der Klima-Katastrophe in Gefahr. Grüne Produkte müssten auch für breite Bevölkerungskreise erschwinglich sein, lautete sein Credo, das er mit einem Plädoyer für den Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs ergänzte.

Norbert Fleischer stellte die Brettener NABU-Arbeit vor

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