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Monitoring Wildbienen – und Insektenschutz wird in der Gemeinde Walzbachtal weiterhin kontinuierlich verbessert

Die Gemeinde Walzbachtal ist bereits seit 2010 damit beschäftigt ihre kommunalen Grünflächen nicht nur optisch, sondern auch in Bezug auf Wildbienen-, Insekten-, und Vogelschutz kontinuierlich zu verbessern. Im Jahr 2013 wurde Walzbachtal als eine von 20 Beispielkommunen in Baden-Württemberg ausgewählt, welche Ihre Grünanlagen im Sinne der Erhaltung der Biodiversität pflegen. Viele der umliegenden Kommunen sind diesem Beispiel gefolgt. Die Gemeinde Walzbachtal hat hierfür weiterhin einiges getan und wird diesbezüglich auch in Zukunft weitere Projekte zielstrebig verfolgen.

Sogar der Stuttgarter Umweltminister Untersteller hat von diesen Bemühungen Kenntnis genommen und sie bei einem Besuch des Zementwerks gelobt. Gerade was die Wildbienen anbelangt zeigt Baubetriebshofleiters Bernd Scholer außergewöhnliches Engagement. Direkt vor „seiner Haustür“, dem Baubetriebshof, hat er sich dazu Gelegenheit geschaffen mit gleich zwei Flächen, die er genau beobachtet. Von den Erfolgen berichtet er in dem folgenden Artikel:

Die Gemeinde Walzbachtal hat auf vom Baubetriebshof angelegten Blühflächen eine Bestandserfassung von Wildbienen vornehmen lassen. Hierbei handelt es sich um eine kleine Fläche vor dem Bürogebäude des Baubetriebshofes und die Blumenwiesen beim Mönchsbrunnen. Insgesamt wurde auf den beiden Blühflächen eine außergewöhnlich hohe Besatzdichte an Wildbienen festgestellt. Vor allem allgemein noch verbreitete Arten wie Bombus terrestris s.l., Andrena flavipes, Halictus scabiosae, Halictus subauratus, Lasioglossum calceatum, L. malachurum konnten in sehr hoher Anzahl angetroffen werden. Auch Tagfalter waren in sehr hoher Anzahl, besonders bei der Begehung Anfang Juli, vorhanden.

Dieser Insektenreichtum (insbesondere auf der „Streuobstwiesenfläche“) spricht bereits für den Erfolg der angelegten heimischen Blumenwiese. Die Fläche wies das ganze Jahr über ein großes Blütenangebot auf, was sich am Insektenreichtum bemerkbar macht. Positiv ist auch die gestaffelte Mahd (in zwei Schritten), wodurch immer ein gewisses Blütenangebot vorhanden ist. Bisher wurden insgesamt 46 Wildbienenarten auf den zwei Probeflächen nachgewiesen (45 auf der Streuobstwiesenfläche, 9 auf der Baubetriebshoffläche).

Hervorzuheben sind unter diesen Arten die Weißfleckige Wollbiene (Anthidium punctatum), die Metallische Keulhornbiene (Ceratina chalybea) und die Schöterich‐Mauerbiene (Osmia brevicornis), die in der Roten Liste Baden‐Württembergs als gefährdet (Anthidium punctatum) bzw. stark gefährdet (Ceratina chalybea, Osmia brevicornis) geführt sind. Diese, wie auch die anderen wertgebenden Arten, lassen sich zum Teil durch spezielle Maßnahmen weiter fördern.

Auch weitere der nachgewiesenen Arten sind z.B. bei ihrer Nahrungssuche auf bestimmte Blütenpflanzen spezialisiert; diesen Arten geht es aber noch vergleichsweise gut, weshalb weitere Maßnahmen vor allem auf die gefährdeten Arten der Roten Listen abzielen sollten. Andere Arten der Roten Listen wie z.B. die Veränderliche Hummel und die Bunte Hummel sind nicht auf bestimmte Nahrungspflanzen spezialisiert, sondern profitieren generell von einem reichen, lang anhaltendem Blütenangebot.

Kuckucksbienen (wie Nomada fulvicornis) legen ihre Eier in die Nester anderer Bienenarten und sind für ihr eigenes Überleben auf das Vorhandensein ihrer Wirtsbienen angewiesen. Möchte man für gefährdete Kuckucksbienen etwas tun, muss man daher ihre Wirte fördern. Die Gemeinde plant, auf der Grundlage dieser Bestandserfassung, bereits weiter Maßnahmen zum Erhalt der Wildbienen in unserer Region.

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Kommentare (1)

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    Wildbienen Freundin

    |

    Als Antwort auf: Monitoring
    Toll, dass die Gemeinde Walzbachtal schon so lange an dem Thema dran ist – und ihr die Bestandserfassung der Wildbienen auch Recht gibt. Und dabei auch einige seltene Arten gefunden wurden. Weiter so!

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