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Mitten im Dorf

Oberderdingen erhält Kombimodell für Flüchtlinge
Oberderdingen ist bis weit in die kommenden Jahre hinein gerüstet für die Aufgabe der Unterbringung von Flüchtlingen. Ein Kombimodell von Gemeinschaftsunterkunft und Anschlussunterbringung ist die Grundlage dafür. Das Gebäude in der Flehinger Straße wurde Ende letzter Woche eingeweiht. Dreiunddreißig Familien werden darin eine neue Heimat finden.

Thomas Nowitzki bewertete das Haus als Beweis dafür, „dass wir als Landkreis und Gemeinden bei dieser Aufgabe einen guten Job gemacht haben“. Während „die große Politik“ sich lange über Kompetenzen und Finanzen gestritten habe, habe die kommunale Ebene entschieden gehandelt, sonst wäre es angesichts eines Flüchtlingsstroms von über einer Millionen Menschen zu ganz problematischen Entwicklungen gekommen. „Die Gemeinden sind der eigentliche Ort der Wahrheit und der Wirklichkeit“, daran man habe an allen Verhandlungstischen immer wieder erinnern müssen, meinte der Bürgermeister während einer kleinen Feierstunde im Aufenthaltsraum des neuen Gebäudes.

Rund 3,7 Millionen Euro hat es gekostet und wurde durch zinsgünstige Finanzierungsangebote und Fördermittel von rund 850.000 Euro gesichert. Es sei Konsequenz aus der Einsicht gewesen, „dass wir bei unverändert hohem Zugang von Flüchtlingen die Unterbringung nicht dezentral in Bestandgebäuden leisten können.“ Insgesamt stehen 2105 Quadratmeter Wohnfläche und 578 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Hier seien abgeschlossene Wohnräume mit Privatsphäre entstanden. Das Haus stehe vor allen Dingen auch mitten im Ort und nicht am Rand wie oftmals andernorts. Das erleichtere auch die Betreuung durch die vielen ehrenamtlichen Helfer des Freundeskreises Asyl, denen Nowitzki ausdrücklich für ihr Engagement dankte.

Die Bedeutung dieses Gebäudes kam nicht zuletzt durch den hochrangigen Besuch aus dem Landratsamt zum Ausdruck. Neben Kämmerer Ragnar Watteroth freute sich sein Kollege und Sozialdezernent Peter Kappes über die „strukturelle und passgenaue Lösung“ in der Flehinger Straße. Das Kombimodell von AU und GU interpretierte Wateroth als Beweis für die gute Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Gemeinde. Der Besuch war ein erster Höhepunkt für Dominik Weiskopf, der als Amtsleiter für Integration gerade mal neun Tage absolviert hatte. Acht der 33 Wohnungen stehen in der „passgenauen Lösung“ wie sie Ragnar Watteroth nannte dem Landkreis als Gemeinschaftsunterkunft zur Verfügung. Sie seien zukunftsweisend perspektivisch zu betrachten und könnten nach Ablauf der zehnjährigen Bindung für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stehen.

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