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Orkas hat Jonathan Prinz bei seiner Expedition auf den Azoren fotografiert und beobachtet.

Mit den Orkas per Du

ESG-Schüler auf Sichtdistanz mit Walen
Raus aus der Schule, rein ins Abenteuer. Das war das Motto einer Forschungsreise von Jonathan Prinz. Der Schüler des Brettener Edith-Stein-Gymnasiums (ESG) nahm Anfang Juli an einer Expedition auf den Azoren teil. Sie wurde von dem Institut für Jugendmanagement veranstaltet. Zwei Wochen lang studierte der 15-Jährige mit einer aus Schülern aus ganz Deutschland sich zusammensetzenden Gruppe Land, Leute, Natur und Meer rund um die Azoreninsel Pico.

Auf die Expedition war der junge Wössinger durch seinen NWT-Lehrer im ESG aufmerksam gemacht worden. Bei der Bewerbung im November vergangenen Jahres musste er den Rettungsschwimmer nachweisen und Fähigkeiten am Computer. Dann hieß es, das Geld aufbringen. Denn billig war die Expedition nicht. 2600 Euro musste er berappen und dafür ging nicht nur das Konfirmandengeld drauf. Die Eltern steuerten selbstverständlich etwas bei.

Neben Erhebungen zu den Traditionen auf der Insel und deren Flora und Fauna standen aber selbstverständlich die täglichen Ausfahrten mit dem Boot auf den Atlantik im Mittelpunkt. Sie wurden von einer Whale-Watching-Agentur durchgeführt. Ein Walexperte war immer mit an Bord. Und die riesigen Säuger machten sich tatsächlich nicht rar. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir so viele Tiere sehen würden“, strahlt Jonathan Prinz heute noch über die unvergesslichen Erlebnisse.

Pottwale, Schnabelwale, Delphine selbstverständlich konnten beobachtet, registriert und beschrieben werden. Der Höhepunkt aber war eine Orkasichtung. Eine ganze Herde sei am Boot vorbeigezogen, berichtet der ESG-Schüler, der sich für seine Expedition von der Schule hatte befreien lassen dürfen. Mit den Beobachtungen war es nicht getan. Jeden Abend mussten die Teilnehmer der Runde ihre Ergebnisse präsentieren. Das sei dann schon auch mal bis in den frühen Morgen um drei Uhr gegangen.

Mit vielen neuen Eindrücken kehrte Jonathan Prinz von den Azoren zurück und fühlte sich in seinem Entschluss bestätigt. Seine Motivation „immer was Neues sehen zu wollen“ fand er vollauf erfüllt. Neu sei für ihn auch die Erfahrung des wissenschaftlichen Arbeitens gewesen und seine Schlussfolgerung ist eindeutig: „So eine Expedition würde ich jedem empfehlen, der eigenständige Erfahrungen machen will“.

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