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Minispielfeld


Das Minispielfeld beim FV04 Wössingen ist eine Erfolgsstory. Es weckte Begehrlichkeiten bei Jöhlinger Jugendlichen. Sie hätten sogar 64 Unterschriften für ein gleiches Spielfeld in Jöhlingen gesammelt und ihm im Rathaus übergeben, informierte Karl-Heinz Burgey den Gemeinderat. Der Wunsch werde auch vom FC Viktoria Jöhlingen unterstützt.

Die Jugendlichen werden sich noch etwas gedulden müssen. Der Gemeinderat verweigerte dem Bürgermeister die Zustimmung für den Vorschlag, eine Machbarkeitsstudie für den Standort eines Minispielfelds beim FC Viktoria Jöhlingen erstellen zu lassen. Der Widerstand der Gemeinderäte basierte im Wesentlichen auf zwei Gründen. CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Paul brachte es schon mit der ersten Wortmeldung auf den Punkt. Die CDU befürworte zwar ohne Wenn und Aber das Minispielfeld, aber „der Standort begeistert uns nicht“. Das Gelände sei nicht ohne Tücke für solch ein Vorhaben. Die CDU könne zwar keine Alternative vorschlagen, würde aber die Gemeindeverwaltung um die Suche nach einem möglichen anderen Standort bitten.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Silke Meyer freute sich ebenfalls über die Initiative der Gemeindeverwaltung. Den Standort sah sie aber dennoch negativ. Mit einem Minispielfeld würde die Möglichkeit verbaut werde, auf potentielle zukünftige Flüchtlingsströme mit der Planung einer Anschlussunterbringung zu reagieren, für die an dieser Stelle bereits der Flächennutzungsplan geändert wurde. Sie bezeichnete es als leichtsinnig diesen Platz ohne Not aufzugeben. Ihr schloss sich Jutta Belstler an.

„Bauchweh“ bezüglich des Standorts bekundeten auch FDP-Sprecher Werner Schön und die Grünen-Sprecherin Andrea Zipf. Martin Sulzer (CDU) konnte den Druck nicht nachvollziehen, den der Bürgermeister in der Sache mache. In Wössingen sei der Entscheidung vier Jahre Diskussion vorausgegangen. Nach so viel Gegenwind nahm der Bürgermeister von seinem eigenen Vorschlag Abstand . Er nahm einstimmig als Auftrag aus der Sitzung mit, auf die Machbarkeitsstudie zu verzichten und nach einem Alternativstandort zu suchen.

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Kommentare (3)

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    Thomas

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    Als Antwort auf: Minispielfeld
    Warum wird hier ein Betätigungsfeld für die örtliche Jugend und vielleicht auch schon anwesender Flüchtlinge, die hier auch eine Möglichkeit zur Integration hätten, zugunsten einer eventuell vielleicht irgendwann mal auftretender neuer Flüchtlingssituation auf die lange Bank geschoben? Ohne unnötige Diskussion mal Entscheidungsfreude zeigen, das wärs!

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    Wössinger

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    Als Antwort auf: Minispielfeld
    Bei anderen Projekten scheint man ja entscheidungsfreudiger zu sein, sonst wäre nicht die Friedhofserweiterungsfläche in Jöhlingen so schnell und unauffällig aufgegeben worden. Immerhin müsste man ja auch mit mehr Todesfällen irgendwann mal rechnen. Echt unglaublich, wie hier unsere lokalen Fanboys politisch unterwegs sind. Hätte hätte Fahrradkette….Schade für die Jugend, der kann man so etwas gar nicht mehr vernünftig plausibel machen.

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    anon

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    Als Antwort auf: Minispielfeld
    Schade, dass es hier keine schnelle Entscheidung gibt. Ich würde allerdings auch eher einen zentralen Standort als Treffpunkt für die Jugendlichen mitten im Ort bevorzugen. Vielleicht als schnelle Interimslösung nach Karlsruher Vorbild: In KA werden in den Schulferien die Schulhöfe geöffnet zum Spielen und als Treffpunkt. Dieses Angebot wird gerne und viel von den Daheimgebliebenen genutzt. Auch die Jöhlinger Schule hat einen Schulhof, der durchaus geeignet wäre, wenn man denn wollte.

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