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Mammutaufgabe Digitalisierung

Am 25. Mai stehen die Kommunalwahlen für die baden-württembergischen Gemeinden an. Kein besserer Zeitpunkt also für einen Blick in deren Zukunft. Bei ihrem Neujahrsempfang im Jöhlinger Martinussaal tat das Peter Boch für die Walzbachtaler CDU. Der Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim hatte sich dafür den Titel „Zukunft der Kommunen. Wie werden sich die Kommunen weiterentwickeln?“ ausgesucht.

Ein Patentrezept mochte er aber an diesem Abend nicht verkünden, wiewohl der erst 38-Jährige nach der Polizeilaufbahn schon über beeindruckende kommunalpolitische Erfahrungen verfügt. Als ein „Mammutthema der Kommunen“ begreift er die Digitalisierung.

Jede Gemeinde müsse ihre Daten öffentlich zur Verfügung stellen und damit komme eine Riesenaufgabe auf sie zu.
Als nicht weniger wichtig empfindet er die Herausforderungen, die mit der demographischen Entwicklung entstehen. Den steigenden Altersdurchschnitt der Bürger könne man andererseits aber als Chance nutzen, indem man die Senioren einbindet in die kommunalpolitischen Diskussionen und ihre Erfahrungen abschöpft. Gleichzeitig müsse nicht nur an die Senioren, sondern auch an das andere Ende der Alterstabelle geschaut werden. Familienfreundlichkeit sei unabdingbar für eine attraktive Stadtentwicklung.

Ein ganz großes Thema ist für ihn die Vernetzung der benachbarten Gemeinden, in seinem Fall der Stadt Pforzheim mit dem Enzkreis. Die interkommunale Zusammenarbeit sollte sich auf alle Felder erstrecken. Die Nachbarschaftsverbände könnten zum Beispiel einen Plan für das endliche Gut Fläche entwickeln, der eine Zusammenarbeit bei Bebauungsplänen beinhalte. Die eine Gemeinde könne sich um Gewerbe-, die andere um Wohnbebauung kümmern. So müsse nicht jeder um alles machen, empfahl er als einen lohnenswerten Weg für die Kommunen der Zukunft.

 


Ganz der Gegenwart hingegen sahen sich Axel E. Fischer und Joachim Kößler verpflichtet. Beide blickten auf die unmittelbar bevorstehenden Wahlen. „Der Streitwagen des Bundestages“, als den der Ortsverbandsvorsitzende Michael Plaumann den Bundestagsabgeordnete charakterisierte, thematisierte die Auseinandersetzungen, die zwischen den Koalitionspartnern im vergangenen Jahr medial ausgetragen worden waren. Der Wahlkampf um die Merkel-Nachfolge habe andererseits bewiesen, dass man sich auf hohem Niveau streiten kann. Mit dieser Einigkeit müsse es weitergehen, wolle man bei der anstehenden Europawahl erfolgreich sein. Er wie auch anschließend Joachim Kößler forderte zum Engagement für die Kommunalwahl auf. Mahnende Worte verlor der Landtagsabgeordnete zur Diskussion um die Ortsumgehung Jöhlingen. Der Ort müsse unter allen Umständen mit einer Stimme sprechen, was die Trassenführung angehe.
Auch der Vorsitzende warf einen Blick auf die bevorstehenden Ereignisse. Die Walzbachtaler CDU werde in den Wahlkampfmodus schalten, meinte Michael Plaumann, versprach allerdings gleichzeitig „einen immer fairen Wettbewerb mit unseren Mitstreitern.“ Der wichtige demokratische Disput bedürfe immer einer Sachebene, auf der man überzeugen und nicht niederschreien und womöglich die andere Meinung des Kontrahenten ertragen und respektieren müsse. Voll des Lobes war er auf jeden Fall für die Duette, die die Sopranistin Theresa Immerz und der Tenor Stefan Kellerin in Begleitung von Alejandro Graziani zwischen die Reden einstreuten.

Peter Boch, Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim, sprach zum Thema „Zukunft der Kommunen. Wie werden sich die Kommunen weiterentwickeln?“
Zur musikalischen Untermalung trugen die Sopranistin Theres Immerz und Tenor Stefan Keller bei.

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