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Licht aus Bethlehem

Dekanin Mannich empfängt in der Kreuzkirche Bretten
Das Thema Frieden hat in Bretten hohen Stellenwert. Nach den schon traditionellen Friedenstagen Ende November hat einen Tag vor Heilig Abend nun auch das Friedenslicht in Bretten Einzug gehalten. Das in der Geburtsgrotte in Jerusalem entzündete Licht war von Brettener Pfadfindern des Stammes der Landstreicher beim Evangelischen Oberkirchenrat in Karlsruhe abgeholt worden. Unter der Leitung von Stammesführer Benjamin Simmel brachten es die Landstreicher dann in die Brettener Kreuzkirche. Bei einem Advents- und Weihachtsliedersingen wurde es von Dekanin Gabriele Mannich herzlich willkommen geheißen.

Der gottesdienstähnliche Empfang stand tatsächlich ganz unter dem Stern des Singens. Mit dem „Macht hoch die Tür“ eröffnete eines der bekanntesten Weihnachtslieder das Programm, gefolgt von „Tochter Zion“ oder „O komm, o komm, du Morgenstern“ und dem abschließenden „Die Nacht ist vorgedrungen“. Den Höhepunkt trug dazu ohne Zweifel das Vokalensemble AdVoc bei. Der fünfköpfige A-Capella-Chor glänzte über weite Strecken mit seinen stimmlichen Vorgaben und vergoldete die weihnachtliche Stimmung in der kleinen Kreuzkirche, die diese Stimmung wie keine zweite Kirche in Bretten zu tragen vermag.

Den stimmigen Auftakt bildete der Handschlag durch die beiden Kirchengemeinderätinnen Ruth Weida und Angelika Faber, die jeden einzelnen Besucher persönlich am Eingang begrüßten. Mit am Thema ausgerichteten Bibel-Lesungen („selig sind die Friedensstifter“) und mehrfach eingestreute, persönliche Gedanken übernahmen Dekanin Gabriele Mannich und die Gemeindediakonin Doris Banze den theologischen Teil des Abends. Die Dekanin scheute dabei nicht vor deutlichen Worten zurück. Zur Predigt nahm sie eine sinnbildliche Kerze mit an den Altar und interpretierte das Friedenslicht als ein „Symbol gegen Gewalt und dümmlichen Fremdenhass in unserem Land“. Das Licht wolle „auch in unserer Stadt und unseren Häusern in Bretten Frieden stiften“.

Genau so sah dies ein Gutteil der Gottesdienstbesucher. Sie hatten Laternen von zu Hause mitgebracht und holten sich ihr persönliches Friedenslicht ab bei den beiden Pfadfindern Constanze Hartlieb und Tristan Fritz, die vorne am Altar mit ihren Kerzen Aufstellung genommen hatten. Doch auch wer ohne Laterne gekommen war, konnte sich sein persönliches Friedenslicht mit nach Hause nehmen. Am Ausgang hielten die „Landstreicher“ für jeden Besucher ein kleines gegen den Wind schützendes Kerzenglas bereit.

Hans-Joachim Reiber nimmt das Friedenslicht mit seiner Laterne entgegen von den Pfadfindern Constanze Hartlieb und Tristan Fritz

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