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Letzte Runde

Spannung steigt vor der Entscheidung über den Brettener OB-Sessel

Der Wahlkampf um den Stuhl der Brettener Oberbürgermeisters geht in seine letzte Runde. Am Sonntag 3. Dezember entscheidet sich das Schicksal von Amtsinhaber Martin Wolff. Er hatte am 12. November mit nur 36,7 Prozent ein Ergebnis erzielt, mit dem selbst er nicht zufrieden war. Dicht auf den Fersen lagen ihm der Ruiter Ortsvorsteher und Brettener Gemeinderat Aaron Treut mit 32,65 Prozent und der bis dahin völlig unbekannte Andreas Leiling mit 27,24 Prozent. Der Linke Heinz Peter Schwertges hatte nach einer Klatsche von 3,18 Prozent seine Bewerbung zurückgezogen.

Das verbleibende Trio ging in den folgenden Wochen mit unvermindertem Engagement in die Verlängerung des Wahlkampfs. In dessen Mittelpunkt stand und steht das Altenpflegeheim Sankt Laurentius. Für die von der Caritas angekündigte Schließung wird der Schwarze Peter zwischen den Kombattanten hin und her geschoben. Die Herausforderer Treut und Leiling machen Untätigkeit des OB dafür verantwortlich. Martin Wolff zeigt sich hingegen nach wie vor zuversichtlich, dass mit der Verabschiedung eines Strategiepapiers im Gemeinderat, eine Lösung für das Problem gefunden werden kann.

Heute Abend – nur drei Tage vor dem zweiten Wahlgang – trifft sich dazu der Gemeinderat im großen Ratssaal zur Diskussion über das Strategiepapier. Mit ihm hofft Wolf auf eine vertragliche Grundlage und eine zeitnahe Unterzeichnung eines Erbbauvertrags für einen Ersatzneubau. Entschieden werden muss dann auch die Frage, ob das für einen Ersatzbau angepeilte Mellert-Fibron-Gelände überhaupt für eine solche Bebauung freigegeben wird. Der Standort ist bisher bebauungsrechtlich nicht für Wohnbebauung vorgesehen.

Unterstützung hat der OB mittlerweile nicht nur von den Freien Wählern erhalten, die er im Kreistag des Landkreises Karlsruhe vertritt. Sowohl die Grünen als auch die SPD haben sich in Presseerklärungen eindeutig auf die Seite von Martin Wolff geschlagen. Das Ergebnis wird also mit Hochspannung am Sonntagabend erwartet. Als entscheidender Faktor wird von fast allen Beobachtern die Frage bewertet, ob die Wahlbeteiligung bei den enttäuschenden 49 Prozent des ersten Wahlgangs bleibt oder sich deutlich erhöht.

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