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Klagemauer

Baufehler bei REWE-Neubau / Aufwändige Reparatur notwendig
Nicht ganz einfach war die Planung des neuen REWE-Gebäudes in Wössingen. Das tief in einen Hang hineingreifende Gebäude konnte nicht flach abgeböscht werden. Ein Nachbar wollte das dafür notwendige Grundstück nicht verkaufen. Der Bauträger, die Firmengruppe Krause, behalf sich mit einer riesigen Mauer (siehe auch http://nadr.de/die-grosse-mauer/ ) . Sie sollte das Gebäude gegen die Erdmassen des im Norden liegenden Kraichgauhügels abschotten.

Jetzt erweist sich die Mauer erneut als Problem. Sie wird geradezu zur Klagemauer des Unternehmens. Sie ist instabil geworden. Sie ist über eine lange Strecke in Schieflage. Das mächtige Bauwerk mit einer Wanddicke von sicher 60 bis 70 Zentimetern neigt sich immer mehr und droht auf die Nordseite des Gebäudes zu stürzen. An manchen Stellen wird sie praktisch nur noch vom Gerüst des Neubaus gehalten. Seit zwei Wochen herrscht deshalb Ruhe auf der Baustelle. Der weitere Ausbau des Gebäudes ist eingestellt: Baustopp. #

Die Mauer im Norden droht auf das Gebäude zu stürzen, wird vom Gerüst gehalten.



Damit ist etwas eingetreten, was bei der Dicke dieser Mauer eigentlich unvorstellbar ist. Nach Ansicht von Fachleuten beweist es andererseits, welche Macht Wasserkraft hat. Den aus den Regenfällen der vergangenen Wochen resultierenden Wasser- und Erddruck hatten die Planer der Mauer unterschätzt. Durch die entstandene Schieflage lastet auf den Kanten der unteren Elemente ein solcher Druck, dass sie geradezu wegbröseln (siehe das folgende Foto).

Er selbst sei von dem Ausmaß des Schadens Anfang Januar überrascht worden, gestand Krause-Niederlassungsleiter Uwe Reinhard. Mit der Behebung des Schadens soll am morgigen Freitag begonnen werden. Bagger sollen anrollen und zunächst das angeböschte, wasserdurchtränkte Erdreich entfernen. Danach wird die Mauer wieder abgebaut. Techniker seien gestern vor Ort gewesen und hätten die beste Möglichkeit der Schadensbehebung und mit den bauausführenden Firmen die Statik diskutiert. Nach dem Wiederaufbau der Mauer werde man wohl statt des Lehms mit wasserdurchlässigerem Material anböschen und eine effektivere Drainage einbauen. Ein solches Problem habe er während seiner Mitarbeit in der Krause-Gruppe noch nie erlebt. Das ganze sei „hochgradig ärgerlich“, meinte Reinhard.

Eine gute Nachricht hat der Krause-Niederlassungsleiter bei allem Ärger zum Abschluss doch parat. Nach seinem derzeitigen Kenntnisstand, so war er sich sicher, sei sowohl die für Mitte bis Ende April geplante Übergabe an REWE nicht gefährdet wie auch nicht die Eröffnung Mitte Mai.

Die Wand drückt gegen das Gebäude.



Die Elemente haben sich gegenseitig verschoben.

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Kommentare (2)

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    Paul Sager

    |

    Als Antwort auf: Klagemauer
    Das ist schon sehr naiv wenn man daran glaubt, dass so eine Mauer auf diese Länge dem Druck des Hanges standhält. Dazu passt eine zu gering ausgelegte Drainage… stümperhaft oder Kostendruck?

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    cheimero

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    Als Antwort auf: Klagemauer
    Hauptsache groß und dick, aber auf diese Länge schnurgerade ? das ist in der Tat naiv. Konvex konstruiert hätte die Mauer dem Druck der Erdmassen bestimmt standgehalten. Das wussten schon die alten Ägypter… Jetzt solls eine aufgebohrte Drainage richten ? Allein mir fehlt der Glaube.

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