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Kinderschwemme

Beim Mostfest des Rinklinger Obstbauvereins
Im letzten Jahr gelang dem Rinklinger Obst- und Gartenbauverein nur mit Mühe sein traditionelles Mostfest. Der Frost hatte den Blüten und damit auch der Ernte den Garaus gemacht. Davon kann in diesem Jahr nicht die Rede sein. Die Apfelbäume strotzten nur so vor einer reichen Ernte. Um Nachschub für die Pressaktion in der Buchwaldhütte musste man sich also nicht die geringsten Sorgen machen. Über 300 Kilogramm Boskop, Rubinette, Brettacher, Delicious oder Schafsnasen und etliche Birnen wurden am Samstagmorgen in einem langen Traktortreck zur Buchwaldhütte gebracht.

Die Spindelpresse, an der Simon Dirrigl regierte und den Apfelsaft einfüllte.



Über 100 Kinder seien bei der Traktorparade mit dabei gewesen, so berichtete Vorsitzender Peter Strehlau und freute sich neben der Apfel- auch über die „unglaubliche Kinderschwemme.“ Die Kinder genossen nicht nur die ruckelige Fahrt, sondern vor allem das Verarbeiten der Äpfel. Strehlau hatte an der Obstmühle alle Hände voll zu tun, um der arbeitseifrigen Kinder Herr zu werden, die das Obst in einer großen Wanne zunächst wuschen, dann tropfend in den Mühle schaufelten. Die meisten konnten den Transport zur Spindelpresse nicht abwarten und holten sich schon direkt am Muser ein paar Tropfen des köstlichen Saftes.

Ganz vorne die Nase hatten Carlo und Till Schneider. „Seit wir in Rinklingen wohnen, sind wir immer dabei“, berichtete Mama Andrea, die das Engagement des Obst- und Gartenbauvereins sehr schätzt und mit ihrem Familienbeitritt belohnt hat, „weil die immer etwas interessantes für die Familie tun“.

Äpfel musen unter der Aufsicht des Vorsitzenden Peter Strehlau



Schwer umlagert war auch die Spindelpresse, an der Simon Dirrigl regierte. Zusammen mit dem alten Obstbauhasen Peter Morsch musste er die Erfahrung machen, dass es gar nicht so einfach ist, die manuelle Presse in Gang zu setzen. Wenn der goldene Saft dann aber mal floss, gab es kein Halten mehr am Einlassstutzen. Dutzende drängten sich mit Bechern und Behältern. Gegen eine geringe Spende konnte man nämlich ein paar Liter der Köstlichkeit mit nach Hause nehmen.

Daneben sorgte ein umfangreiches Kinderprogramm mit Kürbisanmalen, Falkenjagd auf bonbongespickte Luftballons dafür, dass beim Nachwuchs keine Langeweile aufkam. Die Eltern konnten sich derweil in und um die Hütte nieder- und es sich bis in den späten Abend hinein gut gehen lassen bei Gulaschsuppe aus dem Holzofenkessel, Schmandfladen aus dem Kuppelofen, Kürbispommes, Steaks und selbstgebackenem Kuchen.

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