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Kinderflohmarkt

Der Marktplatz ist die gute Stube Brettens. Sie dient bei vielen Gelegenheiten als Veranstaltungsort. Am Samstag waren die ganz Kleinen dran. Die Interessengemeinschaft Kinder (IGK) veranstaltete ihren traditionellen Kinderflohmarkt. 45 Kinder und in deren Kielwasser etliche Mamas und Papas hatten zwischen Marktbrunnen und Pforzheimer Straße ihre Tische aufgebaut oder schlicht und einfach ihre Teppiche ausgerollt, auf denen sich Barbie, Playmobil & Co tummelten und auf Abverkauf warteten.

Alessandra Henrich mit ihrem Sohn Eric vor dem Melanchthonhaus

Die IGK-Mitglieder und Organisatoren Birgit Halgato, Gerti und Julia Walter und Ingrid Römbauer betrachteten das Treiben mit etwas gemischten Gefühlen. Sechzig Anmeldungen seien eingegangen, fünfzehn seien einfach nicht gekommen und hätten anderen die Möglichkeit zur Teilnahme genommen, berichtete eine sichtlich frustrierte Birgit Halgato. Denn die IGK habe eine Obergrenze von 60 gesetzt.
Wenig erfreut war das Quartett auch über den Besuch einer Reihe von gewerblichen Interessenten. Die Profis seien als Kunden aufgetreten und hätten anfangs Kinder mit unverschämt niedrigen Angeboten über den Tisch ziehen wollen. In der Situation sei es gut gewesen, dass sehr viele Eltern mit an den Ständen dabei waren.
Zu ihnen gehörte Alessandra Henrich. Mit ihrem Sohn hatte sie sich am Fuß des Melanchthonhauses aufgebaut. Ihr Sohn Eric könne sich nur sehr schwer von seinen Spielzeugen trennen. „Da haben wir den Deal vereinbart: für das, was er verkauft, darf er sich was Neues kaufen“, berichtete die Mama. So arg viel wird es dieses Jahr allerdings nichts, denn „unser Erfolg hält sich in Grenzen“, knirschte Eric mit den Zähnen.
Ganz anders bei Leni und Jolien Scherer, die ihre Decke gegenüber vor dem Marktbrunnen ausgelegt hatten. An die 40 Euro seien schon gegen elf Uhr eingegangen, rechneten die beiden Mädchen vor, denn Jolien war danach selbstverständlich als Kunde auf Einkaufstour. „Dieses Jahr läuft es echt gut“, freute sich Papa Florian mit seinen beiden Töchtern. Direkt daneben war auch der achtjährige Diedelsheimer Bruno Heintze unter den Fittichen einer Freundin seiner Mutter mit seinem Verkaufserfolg zufrieden.
Nur als Kunde waren Finja und Alessia Wellner zwischen den Ständen unterwegs. Ordentlich mit Taschengeld ausgestattet sammelte sich schon reichlich Playmobil-Beute in einer großen Tasche. Die Mama steuerte das Geld für die Bücher bei. Die meiste Freude hatte Finja allerdings an einer kleinen Alarmanlage. „Die hat nichts gekostet, die hab ich geschenkt bekommen“, strahlte sie bis über beide Ohren, während sie ein ums andere Mal das Beutestück tröten lässt.

Renate Knauss

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