Header

Kein Einkauf auf dem Rathausplatz

Bürgermeister verweigert Initiative zum Wochenmarkt
Auf dem Wössinger Rathausplatz wird es keinen Wochenmarkt geben. Diesen Antrag hat der Gemeinderat bei neun Gegenstimmen und fünf Enthaltungen abgelehnt. Die SPD-Fraktion stimmte zu. Sie hatte den Antrag gestellt.

Er verstehe diese in der Bevölkerung verankerte Idee sehr gut, meinte Karl-Heinz Burgey. Er zeigte sich andererseits noch deutlich eingeschnappt angesichts der Kritik, die ihm beim Bau des Rathauses entgegen gebracht worden war. Mit scharf ironischem Unterton erinnerte er an „die Begeisterung die uns über den Platz entgegen geschlagen ist“. Jetzt, da der Platz fertig sei, reagierten die Kritiker mit der Forderung: „Wössingen mach mal!“ Er aber werde doch keinem Händler hinterherrennen, um sich den Zorn dessen zuzuziehen, in dessen Hof er zurzeit sein Gemüse und Obst verkauft, entrüstete sich der Bürgermeister.

Keiner der Walzbachtaler Einzelhändler habe bei einer entsprechenden Umfrage auch nur das geringste Interesse gezeigt. Man solle nicht versuchen, dort etwas krampfhaft auf die Beine zu stellen. Die Idee zu realisieren sei etwas ganz anderes, als sie zu haben. Die Wössinger sollten selbst aktiv werden und nicht nur fordern. Er zeigte sich allerdings bereit, jedem potentiellen Interessenten sofort einen Gesprächstermin anzubieten.

Mit Antwort mochte sich die SPD-Fraktionsvorsitzende Silke Meyer nicht zufrieden geben. Der Rathausplatz müsse belebt werden, sonst bliebe er öde und würde als Parkplatz missbraucht. Wenn schon mehr Bäume und Brunnen nicht realisiert werden konnten, so brächte jetzt wenigstens ein Wochenmarkt Belebung. Die SPD könne sich mit der Argumentation der Verwaltung nicht zufrieden geben. Wössingen habe fast kein Einzelhandels-Angebot mehr. Sie wies auf Beschicker von auswärts hin, die Interesse haben könnten. Darüber würde sich die Einwohnerschaft freuen, zumal es auch als ein sozialer Treffpunkt verstanden würde. „Wir halten am Antrag fest“, beharrte Silke Meyer. Werner Schön wies für die FDP darauf hin, dass ein erfolgreicher Start weitere Interessenten nach sich ziehen könnte. Andrea Zipf empfand es als positiv, dass der Bürgermeister den Wochenmarkt letztlich nicht kategorisch abgelehnt habe und jeder Bestücker mit offenen Armen empfangen wolle. Die CDU hingegen bewertete den Antrag wie der Bürgermeister. Es sei nicht die Aufgabe der Verwaltung, das zu initiieren. Die CDU werde aber niemandem Stein in den Weg legen, der sich dort engagieren wolle. Bisher allerdings habe man dort ehr, „den Hund zum Jagen tragen müssen“.

Trackback von deiner Website.

Kommentieren

Home Footer Links