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Jugend engagiert


Zu Beginn des Jahres 2015 wurde das Wössinger Jugendzentrum geschlossen. Seither gab es in Walzbachtal keine kommunale Jugendarbeit. Mit der Einstellung der Jugendsozialbeiterin Julia Stahl im Oktober 2017 hat sich das dramatisch geändert. In Jöhlingen organisierte sie regelmäßige Jugendtreffs. Im Januar stellte sie unter großem Beifall der Gemeinderäte ihr Konzept zur Jugendbeteiligung in der Gemeinde vor. Mit dem ersten Jugendforum wurde gestern der erste Baustein dieses Konzepts umgesetzt.

Im Wössinger Hof brachten nicht weniger als 31 Kinder und Jugendliche die Augen sowohl von Bürgermeister Karl-Heinz Burgey als auch die von Julia Stahl und der Moderatorin Claudia Kühn-Fluhrer zum Strahlen. „Wir waren alle gespannt, ob überhaupt jemand kommt,“ gestand die Bildungsreferentin des Kreisjugendrings, die zur Hilfestellung nach Wössingen gekommen war. Umso größer war die Freude über so viel Resonanz. „Schön, dass ihr nicht nur zu Hause über das schelten wollt, was euch nicht gefällt, sondern auch mit uns darüber sprechen wollt“, freute sich Karl-Heinz Burgey, verließ danach aber sofort die Runde, um die Bestandsaufnahme frei und unbeobachtet stattfinden zu lassen.

Sehr hilfreich an diesem Nachmittag waren fünf Mentoren aus den Walzbachtaler Vereinen, aus EC-Jugendbund, der Liebenzeller Mission, der Handballspielgemeinschaft, dem TV Wössingen und dem TSV Jöhlingen. Sie leisteten an vielen Stellen wertvolle Hilfestellung und machten durch ihre Mitarbeit mehr als deutlich, dass keine Konkurrenzsituation zwischen Vereinen und Jugendsozialarbeit der Gemeinde entstehen soll.

Jugendsozialarbeiterin Julia Stahl beobachtet die Präsentation

Nachdem Julia Stahl zunächst einen Überblick über die Aufgaben der Gemeinde gegeben hatte, ging es dann auch sofort ans Eingemachte. Nach mehreren Minuten der Diskussion in Kleingruppen füllten sich zwei Stellwände mit all dem, was die Kinder in Walzbachtal vermissen: Das Jugendhaus in Jöhlingen, den Skaterplatz, Kino, ein Schwimmbad, das öffentliche WLAN, Glasfaser oder auch ganz einfach eine Tischtennisplatte. Sie hatte Julia Stahl eingangs als ein einfach umzusetzendes Beispiel genannt, das andernorts aufgrund von Jugendinitiativen schnell umgesetzt werden konnte.

Mit den kulinarischen Versorgungsmöglichkeiten scheinen die Walzbachtaler Jugendlichen hingegen höchst zufrieden zu sein. Zwei Eisdielen und der Dönerladen wurden ebenso positiv vermerkt wie der der Bolzplatz und der schöne Jöhlinger Kirchplatz.

Kurz bevor der Dolce-Vita-Wirt tatsächlich gegen Ende des Forums riesige Pizza-Räder lieferte, nahm der Bürgermeister wieder in der ersten Reihe Platz zusammen mit etlichen Gemeinderäten. Sie hörten sich die Präsentationen an, die die Jugendlichen erarbeitet hatten und selbstbewusst vortrugen. „Ihr seht mich beeindruckt“, lautete danach das Resümee von Karl-Heinz Burgey. Wer so tolle Ideen entwickelt habe, müsse auch an deren Umsetzung arbeiten, forderte er ebenso wie Claudia Kühn-Fluhrer zum weiteren Mittun auf.

Jugendforum der Gemeinde Walzbachtal im Wössinger Hof

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