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Invasion auf dem Bauernhof Familie Gretz präsentierte sich bei der gläsernen Produktion

Geradezu überrannt wurde am Sonntag der Jöhlinger Bauernhof der Brüder Karl-Heinz und Klaus Gretz. Ihr Hof wurde geradezu zur Pilgerstätte. Eine endlose Karawane zog sich von Wössingen aus über den Römerweg und von Jöhlingen aus über die Grombacher Straße hin zu dem kleinen Jöhlinger Weiler Binsheim. Alle wollten sich im Rahmen der vom Landratsamt geförderten gläsernen Produktion nicht nur ein Bild verschaffen von der Schweinezucht, sondern auch von der Weiterverarbeitung. Und nicht zuletzt wollten die zwei- bis dreitausend Besucher, die Karl-Heinz Gretz erwartete, auch schmecken, was die beiden aus den Tieren produzieren. Leckere Spanferkelbraten war nur eine von vielen Spezialitäten, die die beiden Familien präsentierten.

Hunger

Hunger

Eine der Grundvoraussetzungen für den Erfolg stimmte über alle Maßen. Das Wetter zeigte sich mit strahlendem Sonnenschein dem Vorhaben gewogen. Viele Familien nutzten die Gelegenheit zu einem Familienausflug auf dem Rad und entlasteten damit den überfüllten Parkplatz, an dem sich die Einweiser schwer taten noch ein leeres Plätzchen zu finden.

Die Remchinger Andreas und Anne Ebel freuten sich über die Gelegenheit, ihre beiden Kinder Tim und Tom an einem Kuh-Euter melken zu lassen.

Die Remchinger Andreas und Anne Ebel freuten sich über die Gelegenheit, ihre beiden Kinder Tim und Tom an einem Kuh-Euter melken zu lassen.

So waren die Plätze an den unzähligen Bierbänken schon kurz nach dem eröffnenden Feldgottesdienst fast vollständig besetzt. Die Gretzens zeigten sich aber gewappnet für den gewaltigen Ansturm. Dreißig Helfer aus dem Bekannten- und Familienkreis sorgten sich nicht nur um das leibliche Wohl der Besucher. Bei so starkem Andrang kam Karl-Heinz Gretz allerdings zu nur wenigen der angekündigten Führungen entlang der Ställe und der Biogasanlage, die er als zweites Standbein betreibt.

Der Diedelsheimer Andre Mößner zeigt seiner Tochter den Schweinestall

Der Diedelsheimer Andre Mößner zeigt seiner Tochter den Schweinestall

An ihrem mobilen Verkaufsstand, der in Karlsruhe, Ettlingen oder Langensteinbach jede Woche Station macht, hatte die Familie für ihre gläserne Produktion geworben. „Die Kunden fragen uns dort: wo seid Ihr, kann ich mir das mal ansehen?“ berichtete Karl-Heinz Gretz von enormem Interesse an der Schweinehaltung im Binsheimer Hof. Schließlich gebe es im gesamten Landkreis nur noch sechs Betriebe mit Schweinemast. Dieses Interesse konnte gestern in reichem Maße befriedigt werden. Dabei zeigte sich Gretz selbstbewusst. Es bedürfe einer grundlegender Umorientierung im Verbraucherverhalten. Fütterung mit genfreiem Soja aus dem Kraichgau, eigene Schlachtung ohne stressige Tiertransporte mache sich im Produkt bemerkbar.

Voll besetzt die Biertische

Voll besetzt die Biertische

Information war die eine Seite dieses Tages. Die andere war der Genuss und die schließlich die Möglichkeit, das alles zu einem Familienausflug zu verknüpfen. Die Remchinger Andreas und Anne Ebel freuten sich über die Gelegenheit, ihre beiden Kinder Tim und Tom an einem Kuh-Euter melken zu lassen. Aus Diedelsheim kamen Andre und Kathrin Mößner, die über facebook von diesem Tag der offenen Tür erfahren hatten. „Die Kinder sollen schließlich auch mal sehen, wo die Schnitzel für den Papa und ihre Lyoner herkommen“, freute sich der Papa über den netten sonntäglichen Zeitvertreib.
Andreas Bimmler mit seiner Tochter Lea und einem Patenkind

Andreas Bimmler mit seiner Tochter Lea und einem Patenkind



Genauso erging es Andreas Bimmler. Bei Feuerwehrfesten bezog der ehemalige Dürrenbüchiger Feuerwehrkommandant Fleisch und Wurst aus Binsheim und ist selbst Stammkunde. Er genoss die Möglichkeit, seine Tochter Lea zusammen mit den Patenkindern auf der Stroh-Hüpfburg toben lassen zu können. Zu einer langgestreckten Karawane schließlich hatten sich von Wössingen her Marcel Schreiber und Eva Prinz mit ihren Freunden Benjamin Müller, Marco Goll und seiner Frau und Kindern auf dem Rad formiert. „Ein schmackhafter Ausflug“, resümierte das Familienoberhaupt.
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