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In städtische Regie

Grüne sehen positive Entwicklung des Brettener Bahnhofs
(PM) Sehr erfreut zeigt sich die Fraktion Bündnis90/DIE GRÜNEN über die Äußerung der Deutschen Bahn, das Brettener Bahnhofsgebäude verkaufen zu wollen. „Nach Jahrzehnten des Siechtums der zentralen Umsteigestation in Bretten kann jetzt die Entwicklung zum Positiven gedreht werden“ ist Fraktionssprecher Otto Mansdörfer überzeugt. Genau prüfen müsse man jetzt, wie weit der Denkmalschutz geht – bezieht er sich nur auf die Schalterhalle oder auf das ganze Gebäude? Ideal wäre aus Sicht der Fraktion der Abbruch der gesamten Immobilie bis zum Stellwerk und der Neubau eines modernen, ansprechenden Funktionsgebäudes mit mobilitätsbezogenen Nutzungen im Erdgeschoss und Dienstleistungen in den Obergeschossen. Mit der Kommunalbau GmbH habe die Stadt eine schlagkräftige Gesellschaft, die ein solches Projekt stemmen könne. Natürlich müsse man dabei alles genau durchrechnen.

Im Verhältnis zu ihrem Bahnhof werde die Stadt Bretten seit bald 140 Jahren ständig in Nachteil gesetzt. Während alle Stationen entlang der Kraichgaubahn mit ihrer Eröffnung 1879 repräsentative, solide gebaute Bahnhofsgebäude erhielten – Eppingen sogar eine Dreiflügelanlage – habe Bretten damals mit dem überflüssig gewordenen halben Bahnhof von Mannheim-Friedrichsfeld vorlieb nehmen müssen, der in der Kraichgaustadt wieder aufgebaut wurde. Ihm folgte in den 50er Jahren der heutige triste Spar-Bahnhofsbau. „Es kann nicht ewig so weiter gehen, dass bei uns der Aschenputtelbahnhof steht und man andernorts auf attraktive Stationen heutigen Standards trifft“ – so Mansdörfer. Er verweist auf Bruchsal, Eppingen, Mühlacker und Vaihingen/Enz. Er erwarte eine umfassende Prüfung des Kaufs durch die Verwaltung. Im Vordergrund dürfe nicht die Überlegung stehen, was halsen wir uns auf, sondern welche Chancen können genutzt werden, zu einem attraktiven Bahnhof zu kommen. Die Fortschreibung des Bahnhofssanierungsprogramms des Landes sei ein wichtiger Faktor für das Projekt. Es habe ein Volumen von 300 Mio € und werde voraussichtlich im Herbst im Ministerrat des Landes behandelt.

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