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Hotspot der Artenvielfalt

Ausstellung zu Streuobstwiesen und Wildbienen im Wössinger Rathaus

Hell und freundlich sind die Flure des neuen Walzbachtaler Rathauses. Ideal geeignet, um dort nicht nur von Büro zu Büro zu hetzen. Sie sind auch Hängefläche für Ausstellungen. Jetzt feierte diese Möglichkeit Premiere. Die Streuobstinitiative im Stadt­ und Landkreis Karlsruhe präsentierte in Zusammenarbeit mit den örtlichen Obst­ und Gartenbauvereine eine Ausstellung über Streuobstwiesen und Wildbienen.

Die Streuobstwiesen begreift Hans-Martin Flinspach als ein wesentliches Element unserer Kulturlandschaft. Doch auch sie seien in unserem Land gefährdet, sagte der Vorsitzende der Streuobstinitiative im Stadt­ und Landkreis Karlsruhe bei der offiziellen Eröffnung der Ausstellung am Freitagnachmittag. Mit der Ausstellung wolle seine Initiative indessen nicht nur Pessimismus verbreiten, sondern die Vielfalt und die Schönheit dieser Flächen als „Hotspot der Artenvielfalt“ vorstellen. –vielmehr wolle er zeigen, wie kostbar diese Lebensräume sind und dass es sich lohne, sich dafür einzusetzen. Für ihren Erhalt sei es wichtig, dass „Bücken sich wieder lohnt“. Aus diesen Beständen gewonnene Obstsäfte trügen wesentlich zu dem Interesse an ihrer Pflege bei.

Für die Demonstration der Schönheit dieser Naturräume war Gerhard Dittes zuständig. Der erste Vorsitzende des Brettener BUND hatte wahre Schätze mitgebracht: Ebenso meisterhafte wie detailreiche Makroaufnahmen, die die Vielfalt besonders des Insektenlebens vor Augen führten und beispielsweise mit dem Paarungsakt einer Gottesanbeterpärchens auch unerwartete Überraschungen zeigten. Fachkundig ging Dittes auf die Bedeutung der Insekten und besonders der Wildbienen nicht nur in den Streuobstwiesen ein. Sie seien in der Bestäubung von landwirtschaftlichen Flächen und Bäumen wesentlich effektiver als die gewöhnliche Hausbiene. Er wies gleichzeitig auf die vielen Gefahren hin, die ihnen aus der intensiven Landwirtschaft mit diversen Spritzmitteln drohen.

Wie er wies auch Bürgermeister Karl-Heinz Burgey darauf hin, dass man mit naturnahen Flächen hier helfen könne. In diesem Bereich sei die Gemeinde Walzbachtal schon seit Jahrzehnten mit vielen Aktionen aktiv. Das Bestreben der Gemeinde gehe auch dahin, die Bürger für diese Problematik zu sensibilisieren und zur naturnahen Gestaltung von Gärten anzuregen. Ergänzt wurde die Ausstellung durch Exponate der beiden Obst­ und Gartenbauvereine aus Wössingen und Jöhlingen.

Die Ausstellung ist bis 6. April geöffnet während der normalen Öffnungszeiten des Rathauses: Montag bis Donnerstag: 08:00 – 12:00 Uhr und 14:00 – 16:00 Uhr Freitag: 08:00 – 12:00 Uhr

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Kommentare (1)

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    Jöhlinger

    |

    Als Antwort auf: Hotspot der Artenvielfalt
    Die naturnahen Flächen helfen da sicherlich. Dies ist sehr zu begrüssen. Aber es ist auch hilfreich, beim mähen von Wiesen und Straßenrändern auf das Mulchen zu verzichten. Dies tötet unnötigerweise viele Kleinstlebewesen, verringert aber natürlich auch den Arbeitsaufwand. Auch auf Walzbachtaler Gemarkung konnte ich im letzten Jahr sehen, dass mehrere Wiesen einfach gemulcht wurde. Auch von Straßenmeistereien wird es gerne eingesetzt, beim mähen der Straßenränder. Dies hat zusätzlich den Nachteil, dass der Müll, der leider unsere Straßen ziert, auch noch verkleinert wird. Somit ist ein Einsammeln nicht mehr möglich.

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