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Hort flexibel

Eltern setzen Änderungen bei Anmeldung durch
Eine sehr intensive Diskussion wurde in den vergangenen Wochen in Walzbachtal über die Entgelte für die Hortbetreuung geführt. Die Gemeinde suchte nach einer Möglichkeit, die sehr defizitären Horte auf eine bessere finanzielle Basis zu stellen. Ende 2017 beschloss der Gemeinderat deshalb eine grundlegende Änderung der Regelungen der Benutzungsordnung der Gemeinde Walzbachtal für die Hort- und Kernzeitbetreuungseinrichtungen. Ziel war die Erhöhung des Eigenanteils der Nutzer an den Kosten und auch eine bessere Planbarkeit des Personals, um die Kosten einzudämmen, und auf der anderen Seite eine Sicherung eines zuverlässigen Angebotes an Ferienbetreuung.

Bei den in den Zuschauerreihen stark vertretenen Eltern gab es massive Kritik an der unflexiblen Neuregelung und starken finanziellen Belastungen. Es sei nicht zuzumuten, dass Eltern schon vor Beginn des Schuljahres festlegen müssten, ob und in welchem Umfang die Ferienbetreuung genutzt werden würde. Die Suche nach einem Kompromiss endete in einem „gemeinsamer Nenner“, den der Leiter der Abteilung Bürger- und Sozialdienste Steffen Riegsinger dem Gemeinderat vortrug und der schließlich einstimmig beschlossen wurde. Zentraler Punkt des Kompromisses sei, dass man nicht schon am Anfang eines Schuljahres die Teilnahme mitteilen und bezahlen müsse. Außerdem gebe es Sozialtarife für kinderreiche Familien. In der Tendenz zeige sich, dass trotz steigender Preise die Nachfrage nicht sinke.

Hier die Neuregelung im Wortlaut:

In allen Ferien außer den Weihnachtsferien, einer Woche in den Pfingstferien und drei Wochen in den Sommerferien kann in den Einrichtungen in der Zeit von 7 – 15 Uhr die Ferienbetreuung in Anspruch genommen werden. Der voraussichtliche Ferien-Betreuungsbedarf sollte formlos schon vor Beginn des Schuljahres bei der Hortleitung angemeldet werden (unverbindlich), damit das dafür erforderliche Personal eingeplant werden kann.

Die verbindliche, schriftliche Anmeldung zur Ferienbetreuung hat bis spätestens vier Wochen vor Beginn der Ferienbetreuungswoche bei der Hortleitung zu erfolgen. Für die Ferienbetreuung ist ein zusätzliches Entgelt zu entrichten, zusätzlich zum fälligen Entgelt für die Hortbetreuung während den Schultagen. Nach verbindlicher Anmeldung ist das Betreuungsentgelt grundsätzlich unabhängig von der tatsächlichen Inanspruchnahme der Betreuung zur Zahlung fällig und wird durch die Gemeindeverwaltung in Rechnung gestellt. Die aktuelle Höhe des Ferienbetreuungsentgeltes pro Betreuungswoche wird zusammen mit den Hortentgelten vor Beginn des Schuljahres bekanntgemacht. Es können lediglich ganze Ferienbetreuungswochen gebucht werden; bei weniger als fünf tatsächlichen Betreuungstagen wird der Tagesentgeltsatz multipliziert mit den tatsächlichen Betreuungstagen der Ferienwoche erhoben

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Kommentare (2)

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    Lars

    |

    Als Antwort auf: Hort flexibel
    Ist schon toll, dass Familien, bei denen beide Elternteile arbeiten gehen (müssen), und die darum auf eine Betreuung der Kinder angewiesen sind, soviel für die notwendige Betreuung aufwenden müssen, das ein Großteil des 2. Verdienstes dafür draufgeht.
    So kommt es dann, das aus finanziellen Gründen sogar auf ein 2 kind verzichtet werden muss, weil es finanziell nicht darstellbar ist… Keine Vermutung, Realität!

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    Martin

    |

    Vielleicht sollte man auch den Familien die Möglichkeit der Ferienbetreuung ermöglichen, deren Kinder z.B. in die Vorschule gehen. Auch wenn die Kinder nicht im regulären Hort angemeldet sind, benötigen diese Kinder Ferienbetreuung. Oder wenn in den Ferien eine Betreuung morgens benötigt wird. Hier wir nicht an alle Familien gedacht. Und es könnte zusätzlich Geld in die Hortkasse kommen. Wenn Geld benötigt wird, hier gäbe es noch Einnahmequellen.

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