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Hornissentod

Aggressives Volk musste entfernt werden (PM) Das in einem hohlen Stamm eines Kirschbaumes in einigem Abstand zu einem Weg in Richtung Winzergenossenschaft Weingarten nistende Hornissenvolk, aus dem heraus am Sonntagnachmittag 15 Wanderer angegriffen und gestochen wurden, wurde entfernt. Zu diesem Schritt entschloss sich das Landratsamt Karlsruhe als zuständige untere Naturschutzbehörde und erteilte auf Antrag der Gemeinde Weingarten und in Abstimmung mit dem Hornissenfachberater eine Ausnahme vom Tötungsverbot der besonders geschützten Tierart.

Grund war, dass nicht geklärt werden konnte, warum die Hornissen plötzlich so aggressiv geworden waren und die Tiere auch am Montag und Dienstag auffällig gereizt und angriffslustig waren. „Wir mussten diesen Schritt gehen, um zu verhindern, dass weitere Personen gestochen werden und somit eine Gefahr für die Gesundheit von Menschen besteht“, begründet Umweltdezernent Dr. Jörg Menzel die Ausnahmegenehmigung. Eine Umsiedelung des Nestes schied aus, da das Volk im Baum selbst ansässig war. Berücksichtigt wurde zum einen, dass die Königin, die Jungkönigin und die Drohnen bereits ausgeflogen sind und im nächsten Jahr ein neues Hornissenvolk gegründet werden kann und zum anderen, dass das Volk bei der alsbald eintretenden kühlen Herbstwitterung natürlich bedingt absterben würden. Wegen der anstehenden notwendigen Wegenutzung während der Weinlese war ein weiteres Warten aber nicht möglich, daher konnte bei Abwägung aller Umstände die Ausnahme erteilt werden.

„Hornissenvölker sind normalerweise friedlich“, führt Hornissenfachberater Thomas Lauber aus. Was letztlich die Ursache für das Verhalten ist – Hornissen reagieren unmittelbar auf Störungen im Umfeld des Nestes – konnte nicht geklärt werden. Entfernt wurde das Volk von einer Fachfirma im Auftrag der Gemeinde Weingarten. Die Absperrungen bleiben zur Sicherheit noch bis Freitag Abend stehen.

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