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Hoch geflogen

Turngala des TV Bretten mit sportlichen Höchstleistungen
Die Turngala des TV Bretten hat eine lange Tradition. Mit einer allerdings auch langen Pause, die letztes Jahr nach einem Dornröschenschlaf, wie Vorsitzender Stefan Hammes formulierte, mit einer fulminanten Wiederauflage in der Halle im Grüner beendet wurde. Dass es nicht erneut zu einer langen Pause kam, dafür gab es einen traurigen Anlass. Gerfried Dörr, über viele Jahrzehnte hinweg Denker und Lenker im TV und selbstverständlich Mitorganisator der letztjährigen Gala, war zu Beginn dieses Jahres gestorben. Ihm zu Ehren stand die 2017er Gala ganz unter dem Gedenken an ihn. Seine Familie, Ehrengast an diesem Abend, erhielt einen dicken Applaus von den rund 680 Besuchern, die der zweite Vorsitzende Armin Springer zählte.

Chef Stefan Hammes freute sich bei seiner Begrüßung der Gäste, „dass es engagierte junge Mitglieder im TV gibt, die bereit sind, in die großen Fußstapfen von Gerfried Dörr zu treten“. Der gelungene Abend stellte das eindrucksvoll unter Beweis. Das Team um Hauptorganisator Alexander Hofer hatte ein Programm zusammen und auf die Beine gestellt, das alle Facetten der drei turnerischen Abteilungen im TV Bretten umfasste: Rhythmische Sportgymnastik, Gerätturnen weiblich und männlich.

Über 110 Mitglieder aus diesen drei Abteilungen brannten ein turnerisches Feuerwerk nach dem anderen ab und verwandelten die Halle im Grüner in eine Sport-Arena. Gekonnt moderiert wurde die Gala von Sina Schneider, die auch in schwierigen Situationen die richtigen Worte fand. Zwei kleine Schatten nämlich fielen auf die Veranstaltung. Schon beim ersten Programmpunkt verletzte sich eine Turnerin bei einer schon viele Male geturnten Übung so schwer, dass sie mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste. Damit nicht genug brach kurz vor einem der Höhepunkte des Abends eines der Mitglieder der Wettkampftanzgruppe zusammen und musste lange hinter einer dicken Mattenwand, die spontan zu ihrem Sicht-Schutz aufgebaut wurde, wieder aufgepäppelt werden. An Tanz war in dieser Situation nicht mehr zu denken.

Die auf den Rängen zu spürende Begeisterung für die gezeigten Darbietungen vermochte dies kaum beeinträchtigen. Immer wieder erhielten die Jungs und Mädchen lautstarken und lang anhaltenden Applaus. Das begann schon beim Bodenturnen, für das sich die männlichen und weiblichen Geräteturnabteilungen das Jahr über eine gemeinsame, fließende Choreografie am Boden er

arbeitet hatten. Der Tanz stand natürlich bei den erfolgreichen rhythmischen Sportgymnastinnen (RSG) mehrfach im Mittelpunkt. Beim Showtanz „Kleine Mädels“ bewegte sich der Nachwuchs der Abteilung zu Willy Williams „Ego“. Zum RSG-Showduo hatten sich Eva und Louisa Hausner zusammengetan. Kaum älter als die „Mädels“ begeisterten sie die Zuschauer mit Auftritten vor und nach der Pause. Beim RSG-Showtanz der „Großen“ hatten sich die Maderl zu einer krachledernen Vorstellung in die entsprechenden Hosen gezwängt. Eine Mischform boten die Turngruppenwettstreiterinnen an. Musische und turnerische Disziplinen ließen die Jugendlichen und die Erwachsenen verschmelzen.

Mit dem Begriff Turnen verbindet man zunächst aber Übungen an Barren, Reck, Pauschenpferd und Boden. In einem großen Turn- und Gymnastikblock bewiesen Malte Riedel, Angelina Cosi-Montes, Viktoria Haller, Nele Söffgen, Sven Tränkle, Alexander Hofer oder Elisa Schorr, dass einige von ihnen schon den Durchbruch in die bundesdeutschen Spitze geschafft haben. Das gilt besonders für Maike Enderle, die eine überragende Übung am Balken zeigte.

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