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Himmlisches Fest

Lange Tafel im Stadtpark Bretten

„Lass Frieden werden“ war das Lied, das zum symbolischen Höhepunkt des dritten „himmlischen Festes“ in und rund um die Stadtparkhalle wurde. Das „Forum arabisch-deutscher Songs“ – ein Chor unter der Leitung von Klaus Heinrich aus Forst – hatte sich mit den Organisatoren Gunter Hauser und Heidi Veit zusammengetan und jeden zum gemeinsamen Singen der Hymne auf die Bühne gebeten.

Damit nicht genug zog wenig später mit Gemeindediakonin Doris Banze an der Spitze eine bunte Polonaise durch die Stadthalle, die ganz körperlich das Motto des Nachmittags symbolisierte: Sich begegnen, zusammen sein.

Das wurde auch durch die Vielzahl an Organisationen deutlich, die das „Himmlische Fest“ tragen. Aufgerufen dazu hatten der runde Tisch Integration, die Stadt Bretten, das Café International, das Netzwerk Flüchtlinge, der DAF-Internationaler Freundeskreis Bretten. Mit dem  TAEKWON-DO-Club, dem AWO Jugendhaus, dem DRK, dem Hohberghaus, der evangelischen Kirchengemeinde, der Freiwillige Feuerwehr, dem Internationaler Bund (IB), der benachbarten Johann-Peter-Hebel-Schule, dem Kindergarten Drachenburg, dem Naturschutzbund (NABU), der Polizei und dem Türkischen Schulelternverein beteiligten sich viele weitere Gruppen, die dem Slogan „Bretten bleibt bunt“ Leben einhauchten. Alle beteiligten sich mit eigenständigen Beiträgen.

Die Helfer und Organisatoren – jeder mit diesem Button an der Brust –  wollen damit das zum Stadtjubiläum kreierte Motto („Bretten ist bunt) weiter tragen. „Wir wollen ganz einfach die Menschen zusammenbringen, dass Einheimische und Migranten sich begegnen können“, beschrieb Heidi Veit das Fundament des Festes. Als ein „integratives Familienfest“ beschrieb es Bürgermeister Michael Nöltner bei der Eröffnung. Es solle „einen Impuls zum guten Miteinander aller Nationen in der Stadt Bretten“ geben.

Eines der wesentlichsten Elemente ist von Beginn an riesige, aus Bierbänken zusammengestellte Tafel, die schon am Morgen diagonal durch den Stadtpark aufgebaut worden war. Dort soll das Teilen eines opulenten Buffets das Zusammenkommen und das miteinander Reden erleichtern. Lange Zeit sah es so aus, als ob die Tafel wegen Regens gar nicht genutzt werden könne. Doch Petrus hatte rechtzeitig ein Einsehen. Als die eritreische Mannschaft ihre Köstlichkeit „Ades“ (Linsentopf der in eine Art Pfannkuchen eingeschlagen wurde)  im Foyer der Stadtparkhalle ausbreitete, da hatte es sich längst so weit aufgeklärt, dass man draußen an den Tischen Platz nehmen konnte. Schnell füllten sich die Reihen und man beäugte mitunter mit großen Interesse, was da an internationalen Köstlichkeiten auf dem Teller lag. An die 600 Besucher mögen es insgesamt gewesen sein, die dann auch das abschließende Kulturprogramm verfolgten mit arabischem Chor, türkischer Tanzgruppe und Lalena Katz und ihrer Band.

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