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Haus der Musik klingt noch nicht

Beratung im Walzbachtaler Gemeinderat verschoben
Für musikalische Vereine nahezu unverzichtbar sind Proberäume, in denen sie sich auf ihre Konzerte vorbereiten. Den Wössinger Vereinen geht es in der Beziehung nicht gut. Mit dem Abriss des alten Feuerwehrgerätehauses verloren der Musikverein, die Akkordeonfreunde und noch einige andere Ende 2015 ihre Heimat. Lange wurde nach Alternativen gesucht. Verworfen wurde unter anderem das ehemalige Raiffeisengebäude in der Rappenstraße.

Jetzt deutet sich mit der ehemalischen neupostolischen Kirche in der Friedenstraße 4 eine Lösung an. Die hat sie 2017 gekauft. In den Beratungen zum Haushalt 2018 war im Gemeinderat vereinbart worden, die Nutzung des Gebäudes für die musikalische Arbeit in der Gemeinde zu prüfen. Die Gemeindeverwaltung kam zum Ergebnis: Das Gebäude ist in seiner Struktur und Bausubstanz für die musikalische Arbeit gut geeignet. In verschiedenen Gesprächsrunden und Vor-Ort-Terminen konnten die potentiellen Nutzer ein Bild von den räumlichen Gegebenheiten machen. Probeweise wurden Orchester- und Chorproben durchgeführt.

Mitte Mai haben die Akkordeon-Freunde Walzbachtal, der Gesangverein Wössingen, der Musikverein Wössingen und die J ugendmusikschule Unterer Kraichgau ihr verbindliches Interesse an der Nutzung zugesagt und sogar schon die regelmäßigen Belegungszeiten festgeklopft. Derzeit wird ein Belegungsplan erstellt. Die Nutzungszeit soll wegen der Nachbarn spätestens um 22 Uhr enden. Auf sie sollen die Nutzer auch Rücksicht nehmen beim Parken. Pro Stunde ist eine Nutzungsgebühr von von 5,00 Euro vorgesehen.

Große bauliche Maßnahmen sind für das Vorhaben nicht vonnöten. Zugang, Heizung und Elektrik sind vorhanden. Auf Wunsch des Musikvereins sollen im großen Raum schallabsorbierende Maßnahmen getroffen werden. Der Musikverein hat hierzu bereits ein Angebot eingeholt zur Beschaffung entsprechender Elemente, die an Decke und Wänden montiert werden können. Der Musikverein hat zugesagt, die Montage der 11.000 Euro teuren Elemente in Eigenarbeit zu übernehmen. Für die Möblierung hat die Gemeinde 84 gebrauchte Stapelstühle beschafft (Kosten rund. 1.000 Euro) und aus dem Bestand der nicht mehr benötigten Möbel der Jöhlinger Schule fünf Schränke für Notenmaterial zur Verfügung gestellt. Die Nutzung durch Vereine und die Jugendmusikschule könnte schon am 1. Juli beginnen. Pro Nutzungsstunde sollen Benutzungsgebühren in Höhe von 5,00 Euro erhoben werden. Damit sind alle Gebäudekosten (Strom/Wasser/Heizung/Hausmeisterservice,etc.) abgegolten. Die Jugendmusikschule zahlt nix.

Beschlossen wurde das Vorhaben noch nicht. Karl-Heinz Burgey informierte den Gemeinderat, es bestehe vorher noch Abstimmungsbedarf mit dem Landratsamt.

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